Der Kunstsammler Francesco Conz (1935-2010) arbeitete eng mit den Künstlerinnen der wichtigsten Avantgardebewegungen seiner Zeit zusammen – Fluxus, Wiener Aktionismus, Lautpoesie, Konkrete und Visuelle Poesie. Sein Nachlass, das Archivio Conz, beherbergt mehr als 3.000 Kunstwerke, Dokumente, Editionen und persönliche Exponate von über 150 Künstlerinnen und Künstlern, die er im Verlauf von über 30 Jahren gesammelt hat. Orientiert an der Fluxus Bewegung und den Anfängen der Performance Kunst kuratiert die Performance Agency das öffentliche Programm des Archivio Conz und bringt Künstler verschiedener Sparten zu performativen Happenings zusammen.

Im Sommer 2020 veranstaltet die Performance Agency mit dem Projekt „Aufsehen“ eine umfangreiche neue Inszenierung für die Städte Berlin und Wien. „Aufsehen“ ist eine inszenierte Bootsfahrt mit Performances an den Flussufern von Spree und Donau. Neuproduktionen werden für die Städte Wien und Berlin konzipiert und für die jeweilige Stadt mit ihren „Flussbettbühnen“ adaptiert. Die Künstlerinnen sind dazu eingeladen, sich ein Objekt, eine Arbeit oder einen Gedanken aus dem Archivio Conz auszusuchen und daraus ihre eigenen Arbeiten zu entwickeln. Dabei geht es nicht um ein Reenactment der Avantgarde des 20. Jahrhunderts, vielmehr soll der Geist der Sammlung von zeitgenössischen Künstlern aufgegriffen und in eigenen Performances umgesetzt werden. Es werden Neuproduktionen unter anderem aus den Bereichen Text, Performance, Musik, Tanz und Film entstehen. Die Besucher, die an den Bootsfahrten teilnehmen, sind herausgefordert, dem Detail, dem Unerwarteten, der scheinbar zufälligen Begegnung ihre Aufmerksamkeit zu schenken. Die Stadt selbst wird für sie zur Bühne.

Künstlerische Leitung: Yael Salomonowitz
Performance, Wien: Mai 2020; Performance Berlin: September 2020

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The Performance Agency

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