Breaking Point (AT)

Eine Kooperation zwischen dem Niedersächsischen Staatstheater Hannover, dem Festival Theaterformen und der Theaterakademie Hamburg – gefördert im Fonds Jupiter

Projektbeschreibung

Zerbrechlichkeit und Berührung – ersteres ist vielfach vorhanden und wird genauso vielfach ignoriert in unserer Gesellschaft, zweiteres wird oftmals schmerzlich vermisst. Was wäre, wenn wir diesen beiden Phänomenen mehr Beachtung schenken würden?

Mit dieser Frage beschäftigt sich über zwei Spielzeiten ein interdisziplinäres und inklusives künstlerisches Team im Rahmen des Projekts „Breaking Point“ (AT), das inklusive Perspektiven für ein junges Publikum eröffnen will. Unter der Leitung des Choreografen Alessandro Schiatarella, der selbst von einer chronischen Erkrankung betroffen ist, werden zwei künstlerische Arbeiten mit unterschiedlichen Produktionsprozessen entstehen. Mit einem Team, in dem die Performer mit Behinderung in der Mehrheit sind, entwickelt Schiatarella unter dem Arbeitstitel „Vorsicht! Zerbrechlich!“ eine Theaterarbeit zum Thema Zerbrechlichkeit und Verletzlichkeit. Diese exklusive Arbeit schafft einen eigenen Raum im Staatstheater, den die Performerinnen selbst gestalten können. Mit dieser ersten Arbeit nimmt sich auch die Institution Zeit zum Lernen, hinterfragt die eigenen Strukturen und Machtverhältnisse und überprüft in der Praxis, was es bedeutet, Barrierefreiheit in der Produktion mitzudenken. In Workshops für das Ensemble teilen die behinderten Künstler ihr Wissen und legen damit den Grundstein für die zweite Produktion im Projekt, die inklusiv und ebenfalls unter der Regie von Schiatarella erarbeitet wird. Vermittlerinnen mit Behinderung werden ein Begleitprogramm zum Projekt konzipieren und das feste Vermittlungsteam des Staatstheaters weiterbilden.

Flankiert wird die künstlerische Arbeit durch eine enge Zusammenarbeit mit der Theaterakademie Hamburg, wo bereits seit einigen Jahren ein Modul „Theater für junges Publikum“ existiert. Neben einem theoretisch-praktischen Blockseminar zu den Themen der beiden künstlerischen Arbeiten mit moderierten Probenbesuchen haben die Studierenden die Möglichkeit zur Hospitation während der Produktionsphasen beider Teilprojekte.

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