Echoes of the Unwritten
KI, Erinnerung und radikale Subjektivität
Echoes of the Unwritten. KI, Erinnerung und radikale Subjektivität
Das Jüdische Museum Frankfurt am Main und die Künstlerin Vanessa Amoah Opoku erproben in „Echoes of the Unwritten“ neue Formen des Erinnerns, der gesellschaftlichen Teilhabe und Emanzipation. Gemeinsam mit einem interdisziplinären Team aus Historiker*innen, Autor*innen und Stadtraumforscher*innen nutzen sie KI Technologien in diesem Prozess einerseits als poetisches Werkzeug und zugleich als Instrument, um Machtverhältnisse, Widersprüche und Leerstellen sichtbar zu machen. Ausgehend von einer Recherche zu emanzipatorischen Texten jüdischer Autor*innen des 19. Jahrhunderts sind zeitgenössische Autor*innen eingeladen, mit eigenen Texten in einen Dialog mit diesem Erbe zu treten. So entstehen spekulative Texte und literarische Charaktere, aus denen KI-Modelle trainiert und performativ verkörpert werden. Für die Bühne erarbeitet das künstlerische Team eine Mixed-Reality-Installation, in der sich Texte, Erinnerung, Raum und Körper aufeinander beziehen und durch die sich das Publikum gemeinsam mit den Performer*innen bewegt. In einer Zeit, in der technologische Entwicklungen gesellschaftliche Ausschlüsse reproduzieren, lässt diese künstlerische Arbeitsweise Räume der Solidarität zwischen jüdischen, postmigrantischen und anderen marginalisierten Positionen entstehen. Die Uraufführung ist für April 2027 im Rahmen eines Festivals am Mousonturm Frankfurt geplant. Die künstlerische Arbeit wird auch in die digitale Anwendung „Immersive Jewish Frankfurt“ integriert.
Kontakt
Jüdisches Museum Frankfurt
Bertha-Pappenheim-Platz 1
60311 Frankfurt am Main
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