1. Die Kulturstiftung des Bundes hatte zwischen 2008 und 2012 einen Fonds für internationale Theaterpartnerschaften eingerichtet. Der Fonds Wanderlust förderte auf Antrag deutsche Theater, die eine feste Partnerschaft mit einem ausländischen Theater eingehen wollen. Im Rahmen der Partnerschaft waren der Austausch von künstlerischem Personal, Gastspiele und Koproduktionen möglich und erwünscht. Ziel des Fonds war, eine dauerhafte internationale Vernetzung der deutschen Theaterszene mit Theatern aus dem europäischen und außereuropäischen Ausland anzuregen.

2. Förderempfänger waren deutsche Stadt- und Staatstheater, Städte(bund)theater, Landesbühnen bzw. Landestheater sowie Theater in gemeinnütziger Form sowie alle anderen Theater, die maßgeblich institutionell mit öffentlichen Geldern gefördert werden. Die Theater müssen grundsätzlich über ein eigenes Ensemble verfügen, das ggf. auch an dem Projekt beteiligt ist. Der verantwortlich unterzeichnende Antragsteller musste der/die Intendant/in des Hauses sein.

3. Die Förderung durch die Kulturstiftung des Bundes betrug pro Partnerschaft maximal bis zu 150.000 Euro.

4. Eine bereits gesicherte Co-Finanzierung des Projekts durch einen Eigenanteil oder durch Fördermittel von dritter Seite in Höhe von mindestens 25 % des Gesamtprojektbudgets war Voraussetzung der Förderung. Bei der Co-Finanzierung musste es sich um bare Geldmittel handeln. Die Bereitstellung der Eigenmittel war durch schriftliche Erklärung der Leitung des Hauses nachzuweisen. Als Nachweis der Drittmittel musste ein rechtskräftiger Förderbescheid bzw. -vertrag oder die verbindliche schriftliche Zusage eines weiteren Förderers vorgelegt werden.

5. Die Förderung wurde als nicht rückzahlbarer Zuschuss gewährt. Institutionelle Förderung und Förderung bereits laufender Projekte waren ausgeschlossen. Die Förderung wurde als Teilfinanzierung des Projektes bewilligt und grundsätzlich als Fehlbedarfsfinanzierung gewährt. Ein Anspruch auf die Förderung bestand nicht. Für Bewilligung, Auszahlung und Abrechnung der Fördermittel sowie für Nachweis und Prüfung der Verwendung, einen möglichen Rücktritt vom Fördervertrag und eine Rückforderung von Fördermitteln gelten die §§ 23, 44 der Bundeshaushaltsordnung sowie die hierzu erlassenen Verwaltungsvorschriften und die anwendbaren Vorschriften des Verwaltungsverfahrensgesetzes. Auszahlungen können erst nach Abschluss eines Fördervertrages erfolgen.

6. Für die Förderanträge waren die auf der Website der Kulturstiftung des Bundes bereitgestellten Formulare zu verwenden. Es konnten nur vollständig ausgefüllte Anträge berücksichtigt werden. Des Weiteren waren schriftliche Erklärungen des Partnertheaters, der künstlerischen Leiter des Projekts oder vergleichbar verantwortlicher Mitwirkender einzusenden.

7. Einsendeschluss für die einzureichenden Anträge war der 15. Oktober 2008 für Projekte ab der Spielzeit 2009/10 und der 15. Oktober 2009 für Projekte ab der Spielzeit 2010/2011. Über die Auswahl der geförderten Projekte entschied der Vorstand der Kulturstiftung des Bundes auf der Grundlage der Empfehlungen einer unabhängigen Fachjury. Der Vorstand bereitete für die Entscheidungen der Jury eine Dokumentation der Projekte vor und berief deren Sitzung ein. Die Jury traf ihre Entscheidungen in nichtöffentlicher Sitzung.

8. Diese Fördergrundsätze galten ab 1.10.2007, Änderungen vorbehalten.
 

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Kon­takt

Astrid Schenka 

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