Alphabete der Automatisierung
Literarisches Schreiben und KI-Literacy
Alphabete der Automatisierung. Literarisches Schreiben und KI-Literacy
KI und große Sprachmodelle verändern Sprache und Text grundlegend: Ein wachsender Anteil der online kursierenden Texte entsteht durch oder mit Sprachmodellen und mit ihm sickern deren sprachliche Muster in die alltägliche Text- und Sprachwirklichkeit ein. Das Projekt “Alphabete der Automatisierung” nimmt diesen Wandel zum Ausgangspunkt und untersucht ihn dort, wo er sich besonders präzise beobachten lässt: im literarischen Schreiben.
Im Zentrum steht die Arbeit mit Open-Weight-Modellen und eigenen Trainingsdatensätzen. Autor*innen und Kollektive erarbeiten jeweils zu einem selbst gewählten Thema einen Datensatz, aus dem literarische Bots entstehen. Das Projekt arbeitet auf drei Ebenen: dem Training eigener Modelle und dem Prompten dieser Modelle, dem experimentellen Durchspielen von Model Collapse sowie Experimenten mit Tokenizern. In Workshopformaten beschäftigt sich das Projekt mit Sicherheitsbarrieren und Verständnisgrenzen großer Sprachmodelle und nähert sich der Geschichte sprechender Maschinen von frühen Chatbot-Architekturen bis zur Gegenwart an. Eine öffentliche Vortragsreihe begleitet das Vohaben und die Ergebnisse werden für eine Publikation aufbereitet.
Realisiert wird das Projekt von Burg Hülshoff – Center for Literature (CfL), der Programmbetrieb der Annette von Droste zu Hülshoff-Stiftung. Kooperationspartner ist u.a. das Literarische Colloquium Berlin (LCB).
Konzept: Jenni Bohn, Daniel Falb, Kjell Wistoff
Realisation: Jenni Bohn, Ting-Chun Liu, Kjell Wistoff.
Kontakt
Burg Hülshoff –
Center for Literature
Annette von Droste zu Hülshoff-Stiftung
Schonebeck 6
48329 Havixbeck