Hard Bodies (AT)

Die Vollversion des dekorativen Hintergrundbildes dieses Elements anzeigen.

Projektbeschreibung

Mit „Hard Bodies“ (AT) realisiert das Schauspiel Frankfurt im Frühjahr 2027 gemeinsam mit dem Künstler*innenhaus Mousonturm eine großformatige Tanzproduktion der österreichischen Choreografin Doris Uhlich, die Härte als Phänomen unserer Zeit untersucht. 

Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass Härte zu einem prägenden Zustand der Gegenwart geworden ist: als gesellschaftlicher Grundton, politischer Reflex und körperliche Praxis. In einer unsicheren Zeit der Anspannung und Polarisierung schreiben sich diese Zustände nicht nur in Diskurse, sondern auch in Körper ein – in Muskeltonus, Atem, Haltung und Bewegungsökonomien. „Hard Bodies“ (AT) versteht sich als choreografisches Forschungs- und Inszenierungssprojekt zu dem Zusammenspiel von Härte als notwendigem Schutz und unwillkürlicher Verhärtung. Das Ensemblestück für neun diverse, internationale Tänzerinnen und Tänzer erkundet, wie sich Bewegung organisiert, wenn Körper unter Spannung stehen, wie Kontakt möglich wird, wenn Nähe riskant erscheint, und wie sich Begegnung und Zuwendung neu denken lassen. Uhlich richtet den Fokus auf Muskelarbeit, Anspannung und Kraft – und markiert damit einen Wendepunkt in ihrem künstlerischen Schaffen, das bislang vor allem Weichheit, Fleischlichkeit und Öffnung thematisierte. „Hard Bodies“ adressiert das Publikum dabei nicht als distanzierte Beobachter*innen, sondern als Mit-Empfindende. Wahrnehmung wird zur „Tanzarbeit“ – körperlich, zeitlich und empathisch. Live-Musik spielt eine zentrale Rolle: Der Wiener Musiker Boris Kopeinig entwickelt eine hybride Klangform zwischen Komposition und Performance, die Muskeltonus, Ermüdung und rhythmische Verdichtung unmittelbar beeinflusst. Bühne, Raum und Kostüm von Juliette Collas und Yannik Zamboni kombinieren verbindende Strukturen und elastische Materialien und erschaffen so ein dynamisches Kraftfeld. 

 Das Projekt „Hard Bodies“ wird in der Allgemeinen Projektförderung der Kulturstiftung des Bundes gefördert. Die Uraufführung ist für Frühjahr 2027 im Frankfurter Bockenheimer Depot geplant.  


Choreografie/ Künstlerische Leitung: Doris Uhlich 
Sound: Boris Kopeinig 
Bühne: Juliette Collas 
Kostüm: Yannik Zamboni 

Vorstellungen: Bockenheimer Depot, Frankfurt: 03.–30.05.2027

Kontakt

Schauspiel Frankfurt

Neue Mainzer Straße 17 
60311 Frankfurt am Main
www.schauspielfrankfurt.de