How to Make a Life 

Ein internationaler Programmschwerpunkt zu Alter(n) und Jugend, Zukunft und Glück

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How to Make a Life 

Mit dem Festival „How to Make a Life. Ein internationaler Programmschwerpunkt zu Alter(n) und Jugend, Zukunft und Glück“ widmet sich der Frankfurter Mousonturm im Herbst 2026 einem gesellschaftlich dringlichen, jedoch oft verdrängten Thema: dem Alter(n). Das Programm reagiert auf die Unterrepräsentation alter Körper und Stimmen im Theater und hinterfragt gängige Vorstellungen von Jugend, Leistung und Verfügbarkeit. Co-kuratiert vom südafrikanischen Choreografen Boyzie Cekwana bezieht es internationale Perspektiven auf demografischen Wandel ein. Gezeigt werden Ur- und Erstaufführungen sowie Gastspiele aus Tanz, Performance und Theater, partizipative Arbeiten und genreübergreifende Formate.

Die chinesische Künstlerin Wen Hui (65) etwa entwickelt mit Frauen ab 60 ein Tanzstück, das den Körper als Archiv begreift. Gemeinsam erforschen sie Kraftquellen in Migrationsgeschichten, Krisen, Aufbrüchen und körperlichen Veränderungen. Die australische Künstlerin Samara Hersch bringt ihre 1:1-Online-Performance „Sex and Death on the Internet“ erstmals nach Deutschland. Theater Artemis (Jetse Batalaan) stellt den erwachsenen Menschen als fragwürdiges Kuriosum in den Vordergrund: Kinder und erwachsenes Publikum erleben durch eine Wand getrennt denselben Abend aus zwei verschiedenen Perspektiven. Die französische Choreografin Phia Ménard entwirft mit „Nocturne. Parade“ eine poetische Bildlandschaft zwischen Zirkus und Tanz, in der sich Verlust und Trauer, Vergänglichkeit und Hoffnung miteinander verbinden. Die libanesische Künstlerin Danya Hammoud erarbeitet eine ortsspezifische Performance mit Menschen zwischen 14 und 100 Jahren, die Bilder von Zusammengehörigkeit herausfordert und neu denkt. Weitere Arbeiten von Deborah Hay, Faustin Linyekula, Eszter Salamon und Tim Etchells erweitern den Blick auf Alter(n), Erinnerung, Körper, Familie und künstlerische Praxis. Im installativen Format „Lesser Told Story“, konzipiert von Boyzie Cekwana, werden dabei weniger erzählte Geschichten sichtbar als persönliche, künstlerische und gesellschaftliche Perspektiven auf das Leben und seine Übergänge.

Eine offene, intergenerationale Küche, konzipiert und geleitet vom Frankfurter Theaterkollektiv andpartnersincrime und YRDWorks ergänzt als Ort gelebter Begegnung das Programm und schafft Raum für Perspektivwechsel, Empathie und gesellschaftliche Verbundenheit angesichts eines komplexen Themas, das uns alle betrifft oder betreffen wird.


Künstlerische Leitung: Boyzie Cekwana, Alexandra Hennig, Anna Wagner
Künstler*innen: Deborah Hay, Wen Hui, Faustin Linyekula, Eszter Salamon, Danya Hammoud, andpartnersincrime, Tim Etchells, Samara Hersch, Theater Artemis, Phia Ménard

Termine

  • 17. September, 2026 bis 3. Oktober, 2026: Festival

    Künstler*innenhaus Mousonturm, Frankfurt am Main