projektbeschreibung
Mit „Metropolis. Dystopia & Rebellion“ realisiert die Deutsche Kinemathek ein innovatives Projekt zum hundertjährigen Jubiläum des Filmklassikers von Fritz Lang. Die Ausstellung soll den einflussreichen Stummfilm für die Gegenwart fruchtbar machen. Als Zwischenquartier des Museums dient derzeit das E-Werk in Berlin-Mitte, ein ehemaliges Umspannwerk der 1920er-Jahre: In diesem Gebäude aus der Zeit des Films entsteht ein transdisziplinärer Erlebnis- und Diskursraum mit mehreren künstlerischen Positionen, die sich auf „Metropolis“ beziehen.
Für die Ausstellung entwirft der Miniatur- und Modellbauer Simon Weisse eine begehbare Skulptur zwischen filmischer Vision und realer Architektur futuristischer Städte. Der Medienkünstler Julian Rosefeldt erweitert die Mythologie von Fritz Langs und Thea von Harbous Film mit einer KI-basierten Erzählmaschine, die sich den Themen Klassenkampf und Maschinenkult, Utopie und Ausbeutung widmet. Die Filmemacherin Saodat Ismailova untersucht in einer Videoinstallation feministische Perspektiven auf Stadt und Zukunft. Eine Installation des Academy Museum of Motion Pictures in Los Angeles beleuchtet die globale Wirkung von „Metropolis“ bis hin zu Cyberpunk, Afrofuturismus und postkolonialen Positionen. Ergänzt wird die Ausstellung um die Filmreihe „Dystopie & Klassenkampf“.
„Metropolis. Dystopia & Rebellion“ wird im Rahmen der Allgemeinen Projektförderung der Kulturstiftung des Bunds gefördert und im Frühjahr 2027 in der Deutschen Kinemathek in Berlin eröffnet. Anschließend soll die Ausstellung auch in Turin und Hongkong präsentiert werden.
Künstlerische Leitung: Heleen Gerritsen
Kuration: Kristina Jaspers, Georg Simbeni
Künstlerische Beiträge: Saodat Ismailova, Julian Rosefeldt, Simon Weisse
Ausstellung: Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen, Berlin: 18.03. – 26.09.2027
Kontakt
Stiftung Deutsche Kinemathek
– Museum für Film und Fernsehen
Mauerstraße 79
10117 Berlin
www.deutsche-kinemathek.de