Netzwerk Zero in Dresden

Tagung für Nachhaltigkeit in Kunst, Kultur & Verwaltung | 16.–17. November 2026

Jetzt online anmelden

Die Vollversion des dekorativen Hintergrundbildes dieses Elements anzeigen.

Anmeldung

Mit diesem Online-Formular (externer Link, öffnet neues Fenster) können Sie sich für die Veranstaltung Netzwerk Zero anmelden. Die Tagung für Nachhaltigkeit in Kunst, Kultur und Verwaltung findet vom 16. bis 17. November in Dresden statt. Die Teilnahme ist kostenfrei und steht allen Interessierten aus den Bereichen Kunst, Kultur und Verwaltung offen. Wir freuen uns auf zahlreiche Akteure. 

Veranstaltungsbeschreibung

Herzlich willkommen zur letzten Veranstaltung der Reihe Netzwerk Zero – Tagung für Nachhaltigkeit in Kunst, Kultur und Verwaltung! Vom 16. bis 17. November findet die Tagung im Deutschen Hygiene-Museum Dresden statt.

Die Veranstaltung in Kooperation mit der Landeshauptstadt Dresden und dem Deutschen Hygiene-Museum Dresden richtet sich an Akteur*innen aus ganz Deutschland und bündelt Erfahrungen aus der klimasensiblen Kulturarbeit. Im Mittelpunkt stehen Fragen, die für eine nachhaltige Transformation entscheidend sind: Warum scheitert Veränderung oft am Menschen – und wie können wir unser Denken und Handeln verändern? Warum fällt nachhaltige Transformation Menschen und Organisationen gleichermaßen schwer? Und welche Rolle können Kulturinstitutionen in einer zunehmend komplexen Gesellschaft spielen?

Zum Abschluss der Veranstaltungsreihe “Netzwerk Zero” wollen wir gemeinsam Erfahrungen bündeln, Wissen teilen und neue Perspektiven auf nachhaltige Transformation entwickeln. Vertreter*innen aus Kunst, Kultur und Verwaltung sind eingeladen, ihr Know-how einzubringen, Methoden kennenzulernen und sich zu vernetzen. So entsteht Raum für Austausch und Zusammenarbeit – und für Impulse, die auch über die Tagung hinaus in den eigenen Einrichtungen weiterwirken können.

Arbeitskreis Nachhaltigkeit des Deutschen Museumsbunds

Interessierte sind herzlich eingeladen, an der Herbsttagung des AK Nachhaltigkeit des Deutschen Museumsbund (externer Link, öffnet neues Fenster) teilzunehmen. Die Teilnahme ist über die Anmeldung für die Tagung “Netzwerk Zero” auf dieser Website möglich. 

Creative Match

Networking ist oft Zufall: Wir treffen viele Menschen, aber oft bleiben unsere Gespräche nur an der Oberfläche. Im Rahmen der Veranstaltung haben beiten wir deshalb zum ersten Mal das spielerische Vernetzungsformat “CreativeMatch (externer Link, öffnet neues Fenster)” an. Teilnehmende werden mithilfe von KI anhand ihrer Interessen, Fähigkeiten und Herausforderungen gematcht, erkennen sich über einen Emoji-Sticker und kommen ins Gespräch. Für die Textanalyse wird die KI Mistral eingesetzt. Die Teilnahme ist mit Pseudonym möglich, die Daten werden auf EU-Servern gespeichert.

 

Zwei Personen mit einem Sticker mit einer Gitarre und einem mit einem Flieger auf dem Shirt stehen sich mit HAndys in der Hand gegenüber
CreativeMatch.  Foto: Annegret Hultsch

Tagungsprogramm am 16.11.

10:00 | Veranstaltungsbeginn & Begrüßungsgespräch

Mit: Dr. Iris Edenheiser (Deutsches Hygiene-Museum Dresden), Nils Hilkenbach (Kulturstiftung des Bundes), Annekatrin Klepsch (Landeshauptstadt Dresden)

Begrüßungsgespräch zu Nachhaltigkeit in Kunst, Kultur und Verwaltung

Moderation: Margrit Lichtschlag

10:30 | Keynote: Culture as an Infrastructure for the Future – Rethinking the Value of Culture in Sustainable Societies

Mit: Prof. Dr. Pier Luigi Sacco (Verhaltensökonomie an der Universität Chieti-Pescara)

Was macht Kultur für eine Gesellschaft wertvoll – und was entsteht, wenn wir in Kultur investieren? Der Kulturökonom Prof. Pier Luigi Sacco plädiert dafür, Kultur nicht allein als einen Bereich zu betrachten, der öffentliche Mittel benötigt. Kulturelle Teilhabe erzeugt Wert weit über den Kultursektor hinaus: Sie kann Kreativität und Innovation fördern, Wissen und Fähigkeiten entwickeln, gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken und zur wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung von Städten und Regionen beitragen. 

In seiner Keynote zeigt Sacco, warum Kultur damit zu einer wichtigen Infrastruktur für eine nachhaltige Gesellschaft wird. Dabei nimmt er auch das Verhältnis von kulturellem Erbe und Innovation in den Blick: Wie können kulturelles Wissen, Erfahrungen und Traditionen nicht nur bewahrt, sondern zu Ressourcen für Neues werden? Und was bedeutet es für Kulturpolitik und Kulturinstitutionen, wenn Investitionen in Kultur ihre Wirkung weit über Museen, Theater oder Konzerthäuser hinaus entfalten?

11:15 | Panelgespräch: 5 Jahre Dresdner Charta für Nachhaltigkeit im Kultursektor – Blick in die Zukunft

Mit: Annekatrin Klepsch (Landeshauptstadt Dresden), Thomas A. Geisler (Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden), Ulrike Lessmann (tjg. theater junge generation) und Kathrin Assauer (geh8)

12:30 | Mittagessen 

14:00 | Workshop-Phase 1

Die Teilnehmenden arbeiten zeitgleich in sechs verschiedenen Workshops. Infos zu den Workshop-Inhalten finden Sie in den nächsten Reitern.

A) Emissionen in der künstlerischen Produktion messen – Erfahrungen aus der Projektbilanzierung (PCF) und ökologischen Förderkriterien im Programm Zero

Mit: Linda Böhringer (Arqum) und Nils Hilkenbach (Kulturstiftung des Bundes) 

Wie lassen sich Emissionen in der künstlerischen Produktion sichtbar und messbar machen? Der Workshop gibt Einblicke in Methoden der Bilanzierung des Product Carbon Footprint (PCF) im Programm Zero, teilt Erfahrungen aus der Praxis und zeigt, wie Klimabilanzierung konkret in Produktionsprozesse integriert werden kann.

B) Organisationskultur für Nachhaltigkeit – Wie Veränderung in öffentlichen Einrichtungen gelingen kann

Mit: Dr. Christian Scheiding, Lisa Klamka (DHMD)

Nachhaltigkeit lässt sich beschließen – aber wie wird sie tatsächlich Teil des täglichen Handelns einer Organisation? Neue Leitbilder, Strategien und Maßnahmen allein reichen oft nicht aus, wenn Routinen, Entscheidungswege und eingeübte Verhaltensweisen unverändert bleiben. Im Workshop mit Dr. Christian Scheiding und Lisa Klamka geht es deshalb um Nachhaltigkeit als Prozess des Kulturwandels: Was bringt Menschen dazu, Veränderungen mitzutragen? Welche Rolle spielen Führung, Strukturen und informelle Routinen? Und wie können neue Verhaltensweisen so in einer Organisation verankert werden, dass Nachhaltigkeit nicht als zusätzliche Aufgabe wahrgenommen wird, sondern zunehmend selbstverständlich wird? Anhand konkreter Erfahrungen und Beispiele werden die Teilnehmenden eingeladen, die eigene Organisation in den Blick zu nehmen und Ansatzpunkte für nachhaltige Veränderung zu entwickeln.

C) Klimafolgenkosten – Pathos Theater und das Klimafolgekostenticket in München

Mit: Dana Pflüger (Pathos Theater), Peter Kolbe (Klimaschutz+ Stiftung)

Auch eine künstlerische Veranstaltung hinterlässt Klima-Spuren – durch Mobilität von Künstler*innen und Publikum, durch Energieverbrauch und Materialeinsatz der Produktion. Das Pathos Theater München macht diese Spuren sichtbar und hat das "Klimafolgekostenticket" eingeführt. Im Rahmen des Workshops teilen Dana Pflüger (Pathos Theater) und Peter Kolbe (Klimaschutz+ Stiftung) ihre Erfahrungen und vermitteln wie der Ansatz eine sinnstifende Alternative zur CO2-Kompensation sein kann.

D) Vom Bericht zur Strategie – Wie Nachhaltigkeitsdaten Entscheidungen verändern können (AT)

Mit: Jakob Kunzlmann (Bertelsmann Stiftung), Stephanie Kopp (Büro Deutscher Nachhaltigkeitskodex DNK), Theresia Thamm (Dresdner Philharmonie)

Nachhaltigkeitsberichte schaffen Transparenz – doch ihr eigentlicher Wert entsteht dort, wo aus Daten Entscheidungen werden. Welche Informationen brauchen Kulturinstitutionen, um Nachhaltigkeit nicht nur zu dokumentieren, sondern strategisch zu steuern? Und wie lassen sich ökologische, soziale und ökonomische Kennzahlen so nutzen, dass sie tatsächlich Einfluss auf Prioritäten und Entscheidungen einer Organisation nehmen? Der Workshop verbindet unterschiedliche Perspektiven auf diesen Weg von der Berichterstattung zur Strategie. Die Bertelsmann Stiftung bringt aktuelle Erkenntnisse dazu ein, wie Nachhaltigkeitsberichterstattung über die reine Dokumentation hinaus für strategische Entscheidungen genutzt werden kann. Das Büro Deutscher Nachhaltigkeitskodex (DNK) zeigt, welche Standards und Instrumente Organisationen dabei unterstützen können. Gemeinsam mit den Teilnehmenden wird der Frage nachgegangen, welche Daten wirklich relevant sind – und wie aus Messen und Berichten ein Instrument für eine nachhaltige Organisationsentwicklung werden kann.

E) Kreislaufwirtschaft: Weitergeben? Aber sicher! Prozesse, Checkliste und Web-App für eine rechtssichere Materialweitergabe

Mit: Dr. Andrea Hensel ist (Fachreferentin für Transformation und Nachhaltigkeit im Referat Strategische Kulturpolitik der Stadt Leipzig), Philipp Schiffmann (Kanzlei Unverzagt, Hamburg)

Für die Leipziger Kulturbetriebe spielt Kreislaufwirtschaft eine zentrale Rolle. Bereits seit 2021 begleitet das Dezernat Kultur der Stadt Leipzig die kommunalen Kultureinrichtungen auf dem Weg zu Nachhaltigkeit. Durch die kostenfreie Web-App „Checkliste Materialkreislauf“ wird es Kultur- und Eigenbetrieben sowie freien Trägern künftig erleichtert, Materialien für den weiteren Gebrauch zu verschenken. Die Checkliste zur Schenkung von Materialien wurde in einem Leipziger Pilotprojekt gemeinsam mit städtischen Kultureinrichtungen, Fachämtern der Stadtverwaltung und Partnern der Kanzlei Unverzagt entwickelt und im September 2026 digital wurde. Der Workshop mit Andrea Hensel, Fachreferentin für Transformation und Nachhaltigkeit in der Kultur der Stadt Leipzig, stellt u.a. den Prozess, die Ergebnisse und die Checkliste ausführlich vor.

F) Mobilität und Nachhaltigkeit in der künstlerischen Produktion (AT)

Mit: tba

15:30 | Kaffee-Pause

16:00 | Panelgespräch: Wirkung von Kunst und Kultur für Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Klimaanpassung (AT)

Mit: tba

17:00 | Abschluss und Ausblick

Moderation: Margrit Lichtschlag

19:00 | Abendveranstaltung: Das Gewicht der Ameisen (tjg)

David Paquets rasante und bissige Komödie stellt Verzweiflung und Humor nebeneinander und nimmt das Publikum mit auf die Suche nach Orientierung, Wirksamkeit und Engagement in einer absurd-chaotischen Welt.

Theaterstück (externer Link, öffnet neues Fenster) für Jugendlich ab 12 Jahren. Öffentliche Veranstaltung in Kooperation mit dem tjg. theater junge generation

Tagungsprogramm am 17.11.

09:00 | Begrüßung & einführende Impulse

Moderation: Margrit Lichtschlag

09:15 | Vortrag: Apokalyptischer Optimismus – Wie Neuropolitik eine menschlich formbare Zukunft ermöglicht

Mit: Liya Yu (University of Cambridge, Columbia University) 

Nachhaltigkeit verlangt von uns, langfristig zu denken, mit Unsicherheit und Widersprüchen umzugehen und unser Verhalten zu verändern. Doch wie gut ist das menschliche Gehirn eigentlich für diese Anforderungen gemacht? Die neuropolitische Philosophin Liya Yu verbindet Erkenntnisse aus Neurowissenschaft und politischer Theorie und zeigt, warum moralische Appelle allein oft nicht ausreichen, um gesellschaftliche Veränderung zu bewirken. 

Ihr Impuls richtet den Blick auf die menschlichen Voraussetzungen von Zukunftsfähigkeit: Wie können wir lernen, mit Komplexität und Unterschiedlichkeit umzugehen, Perspektiven zu wechseln und neue Denk- und Verhaltensweisen zu entwickeln? Und welche Rolle können Kunst und Kultur dabei spielen, genau diese Fähigkeiten zu trainieren – und Räume zu schaffen, in denen wir anders wahrnehmen, denken und miteinander umgehen?

09:45 Uhr | Vortrag: Flüchtige Projekte, nachhaltige Kultur, knappes Geld

Mit: Dirk Baecker

Wie können Kulturinstitutionen sich verändern, wenn gleichzeitig gesellschaftliche Erwartungen wachsen, finanzielle Spielräume enger werden und Gewissheiten schwinden? Der Soziologe Prof. Dirk Baecker richtet den Blick auf die Organisation selbst: auf ihre Routinen und Entscheidungen, auf Arbeit und Führung – und auf die Fähigkeit, mit Unsicherheit und widersprüchlichen Anforderungen umzugehen. 

Denn Zukunftsfähigkeit bedeutet nicht, für jede Herausforderung bereits die richtige Antwort zu kennen. Entscheidend ist vielmehr, Komplexität auszuhalten und zugleich handlungs- und entscheidungsfähig zu bleiben. Was heißt das für Museen, Theater, Orchester und andere Kulturinstitutionen? Und welche Rolle kann gerade die Kunst dabei spielen, Gewohntes infrage zu stellen und neue Handlungsspielräume sichtbar zu machen?

10:15 | Gespräch und Q&A: „Zukunft denken“ (AT) – Gespräch mit Liya Yu & Dirk Baecker

Mit: Liya Yu und Dirk Baecker

Warum fällt nachhaltige Transformation Menschen und Organisationen gleichermaßen so schwer?

11:15 | Pause

11:30 | Workshop-Phase 2

Die Teilnehmenden arbeiten zeitgleich in sechs verschiedenen Workshops. Infos zu den Workshop-Inhalten finden Sie in den nächsten Reitern.

G) KI in Kunst und Kulturproduktion – Potentiale, Verantwortung und Nachhaltigkeit

Mit: Patrick Schimanski (Stadttheater Gießen), Aurelie Herbelot (SchauSpielHaus Hamburg)

KI-Anwendungen und nachhaltige Kulturproduktion? Wie geht das zusammen? Gemeinsam mit Patrick Schimanski (Stadttheater Gießen), Aurelie Herbelot und Christian Tschirner (Deutsches SchauSpielHaus Hamburg) wirft der Workshop einen Blick auf die Ansätze, Erfahrungen und Ergebnisse in der Anwendung von KI-Modellen für künstlerische Bühnenproduktionen im Fonds Zero.

H) Klimaanpassung in Kultureinrichtungen – Erfahrungen aus dem Programm der Kulturstiftung des Bundes & Praxis-Einblicke im DHMD

Mit:  Dr. Sebastian Brünger (Kulturstiftung des Bundes), Anja Sommer (Deutsches Hygiene-Museum Dresden) 

Wie kann man als Museum auf die Folgen des Klimawandels reagieren? Mit dieser Frage beschäftigte sich das Hygiene-Museum im Rahmen des Pilotprogramm „Klimaanpassung in Kultureinrichtungen“ der Kulturstiftung des Bundes. Anja Sommer (DHMD) stellt die Ansätze des Museums vor und vermittelt gemeinsam mit Sebastian Brünger (KSB) die Erfahrungen aus dem Förderprogramm. 

Inklusive Rundgang zu den Maßnahmen des Museums.

I) Vom Anliegen zur Entscheidung – Nachhaltigkeit wirksam kommunizieren (AT)

Mit: Carel Carlowitz Mohn (Klimafakten)

Wie verhandeln wir als Gesellschaft unsere öffentlichen Angelegenheiten? Wie gelingt eine öffentliche und staatliche Kommunikation zu Klimathemen?

J) Nachhaltigkeit & Ästhetik – Erfahrungen aus dem Programm Zero

Mit: Eva Veronica Born (Münchner Kammerspiele), Dirk Becker (Oper Leipzig), Barbara Steiner/Juliane Aleithe (Stiftung Bauhaus Dessau)

Im „Fonds Zero“ hat die Kulturstiftung des Bundes die Kultureinrichtungen unterstützt nachhaltige Produktionsformen zu erproben. Im Rahmen der Session lernen wir die gestalterischen Ansätze der Münchner Kammerspiele, Oper Leipzig und der Stiftung Bauhaus Dessau kennen und diskutieren wie sich eine geringstmögliche Klimawirkung auf die Ästhetiken von künstlerischer Produktion auswirken kann.

K) Kulturinfrastruktur für morgen – Erhalten, investieren, neu denken

Mit: Friederike von Rosenberg, Direktorin Schlösser, Gärten und Bauten, Weimar und Dr. David Klein, Leiter des Amtes für Kultur und Denkmalschutz Dresden

Kulturgebäude sollen Geschichte bewahren und zugleich den Anforderungen der Zukunft gerecht werden. Doch wie gelingt das, wenn Sanierungsbedarf, Denkmalschutz, Klimaziele, Barrierefreiheit, veränderte Nutzungsanforderungen und begrenzte finanzielle Mittel gleichzeitig berücksichtigt werden müssen? Friederike von Rosenberg, Klassik Stiftung Weimar, und Dr. David Klein, Leiter des Amtes für Kultur und Denkmalschutz der Landeshauptstadt Dresden, betrachten diese Herausforderung aus zwei unterschiedlichen Perspektiven: aus Sicht einer Kulturstiftung als Bauherrin und Betreiberin bedeutender historischer Gebäude und aus kommunaler Sicht, in der Investitionen in Kulturinfrastruktur langfristig geplant, finanziert und politisch begründet werden müssen. Anhand konkreter Beispiele – darunter die anstehende Sanierung des Goethe-Wohnhauses in Weimar – geht der Workshop der Frage nach, welche Entscheidungen wir heute treffen müssen, damit unsere Kulturgebäude auch in 30 oder 50 Jahren noch funktionieren – baulich, finanziell und gesellschaftlich. Gemeinsam mit den Teilnehmenden wird diskutiert, wie Prioritäten gesetzt werden können, wenn nicht alles gleichzeitig möglich ist – und was nachhaltiges Investieren in Kulturinfrastruktur unter diesen Bedingungen bedeutet.

L) Nachhaltigkeit und Bildung – wie transformatives Lernen dauerhaft gelingen kann 

Mit: Dr. Antje Brock und Kim Ellen Ludwig (Klimahaus Bremerhaven)

Im Fokus des Workshops stehen Ansätze der transformativen Bildung, die eine Auseinandersetzung mit Nachhaltigkeit aus unterschiedlichen Perspektiven ermöglichen. Neben der Vermittlung der SDGs behandelt der Workshop auch die wachsende Frage nach der langfristigen und gelingenden Verankerung von Bildung für nachhaltige Entwicklung. Dabei rücken im Besonderen mögliche Anpassungen der Ressourcennutzung sowie die Haltungen und Werte, die in Einrichtungen gelebt werden, in den Mittelpunkt. Die beiden Fachinputs bringen Erkenntnisse aus dem Forschungs- sowie Monitoringbereich zur Bildung für nachhaltige Entwicklung und der praktischen Bildungsarbeit zusammen. Sie öffnen mit den Teilnehmenden den Diskurs hin zum gemeinsamen Erfahrungsaustausch über Erfolgsfaktoren und Potenziale. 

13:00 | Mittagspause

14:30 | Abschluss-Panel-Gespräch: Nachhaltigkeit als Führungsaufgabe – Strategien für Kulturinstitutionen im Wandel

Mit: Marit Kunis (Städtische Bibiotheken Dresden), Alexander Stockinger (Bauhaus-Archiv Museum) und Kirsten Haß (Kulturstiftung des Bundes)

15:45 | Ende der Tagung

16:00 Uhr | Vor-Ort-Besuche: Klimaschutz und Klimaanpassung in Kunst- und Kultureinrichtungen in Dresden

Nach dem Ende der Tagung werden Vor-Ort-Besuche von Kunst- und Kultureinrichtungen in Dresden angeboten. Im Rahmen der Anmeldung können sich Interessierte für einen Besuch anmelden. 

Optionen: Museum, Bibliothek/Kulturpalast, Schloss, Theater

Veranstaltungsort

Deutsches Hygiene-Museum

Lingnerplatz 1

01069 Dresden

www.dhmd.de

Barrierefreiheit

Für die Räumlichkeiten der Tagung im DHDM sind grundsätzlich barrierefrei erreichbar. Wenn Sie Unterstützung benötigen, setzen Sie bitte im Anmeldeformular zur Veranstaltung einen Haken im Absatz zur Barrierefreiheit. Wir setzen uns zeitnah mit Ihnen in Verbindung.

 

Mitwirkende

Kathrin Assauer

ist Juristin, Kulturmanagerin und eine spartenübergreifende Formatentwicklerin. Seit 2009 ist sie im GEH8 Kunstraum und Verlag in den Bereichen Strategie, Finanzen und Projekte tätig. Die kulturelle Bildung liegt ihr am Herzen und das Thema Nachhaltigkeit in seinen verschiedensten Ausprägungen. Sie vertritt die GEH8 im Beirat kulturelle Bildung der Stadt Dresden und war beim Green Culture Festival 2024 in Potsdam mit einem Fassadenbegrünungsprojekt der GEH8 dabei und zeigte wie kreative, grüne Stadtentwicklung und künstlerische Praxis erfolgreich miteinander verbunden werden können.

Dirk Baecker

lehrte Soziologie an der Universität Witten/Herdecke und der Zeppelin Universität, zuletzt Seniorprofessor für Organisations- und Gesellschaftstheorie an der Zeppelin Universität. Jüngere Publikationen: Wozu Kultur? (Kulturverlag Kadmos, 2001), 4.0 oder Die Lücke die der Rechner lässt (Merve, 2018), Wozu Wirtschaft? (Marburg, 2020), Wozu Universität? (Marburg, 2023), Katjekte: Erweiterte Fassung (Merve, 2024), Digitalisierung (Suhrkamp, 2026). Internet: dirkbaecker.de.

Dirk Becker

arbeitet seit seinem Studium am Mozarteum Salzburg als freischaffender Bühnenbildner für Oper, Schauspiel, Ballett und Musical. Seine Arbeiten führen ihn u.a. an die Staatsoper Berlin, die Deutsche Oper Berlin, das Staatstheater Hannover, die Salzburger Festspiele, die Deutsche Oper am Rhein, das Festival Aix en Provence, die Königliche Oper Stockholm, die Wiener Staatsoper und das Opernhaus Zürich. Seit der Saison 2022/23 ist er Ausstattungsleiter der Oper Leipzig und zertifizierter Transformationsmanager für nachhaltige Kultur. Im Rahmen der Oper-Produktion „Mary, Queen of Scots“, gefördert im Fonds Zero, hat er die Bühne entworfen und gebaut.

Linda Böhringer

ist seit 2021 bei Arqum als Projektleiterin von Klima-, Umwelt- und CSRD-Projekten tätig. Ihr Schwerpunkt liegt bei der Erstellung von Treibhausgas-Bilanzen auf Organisations- und Produktebene. Im Programm Zero der Kulturstiftung des Bundes ist sie bei Arqum als Projektleiterin hauptverantwortlich für die Beratung der Teilnehmenden und die begleitenden Workshops zur Bilanzierung.

Eva Veronica Born

arbeitet nach ihrem Architerkturstudium an der Universität der Künste Berlin und der Akademie der Bildenden Künste Wien seit 2012 als freischaffende Szenografin & Künstlerin im internationalen Kulturkontext. Sie entwirft Raumkonzepte und -Prozesse, Objekte und Installationen für Theater- und Kulturproduktionen, Museen, Festivals und urbane Räume. Ihre Arbeiten sind und waren u.a. im Martin-Gropius-Bau Berlin, bei den Wiener Festwochen, der Ruhrtriennale, der Volksbühne Berlin, am Schauspielhaus Zürich, dem Schauspielhaus Bochum, beim Theater der Welt, im Humboldt Forum Berlin, im Goethe-Institut Beijing, im Shanghai Dramatic Arts Centre und der documenta fifteen (Auswahl) zu sehen. In der Spielzeit 25/26 entwarf und gestaltete sie ein neues nachhaltiges und modulares Raumkonzept für den Werk*raum der Münchner Kammerspiele aus recycelten Materialien, das im Programm Zero gefördert wurde.

Dr. Antje Brock

koordiniert das nationale Monitoring zu Bildung für nachhaltige Entwicklung an der Freien Universität Berlin (Institut Futur). Sie forscht an der Schnittstelle von Bildungs- und Nachhaltigkeitsthemen und ist dabei politik- und praxisberatend tätig. Ihr Fokus liegt u.a. auf sozio-emotionalen Faktoren und Gerechtigkeitsfragen (environmental justice) im Kontext der Nachhaltigkeit.Sie war zudem Co-Projektleiterin in einem großen internationalen Konsortium zur Erfassung von Klimabildung weltweit.

Sebastian Brünger

ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und verantwortet bei der Kulturstiftung des Bundes die Programmentwicklung zu den Themen Klima und Nachhaltigkeit. Zuvor arbeitete er als Dramaturg, unter anderem bei Rimini Protokoll.

Dr. Iris Edenheiser

studierte Sozial- und Kulturanthropologie, Religionswissenschaft und Hispanistik. Nach verschiedenen Funktionen an den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, den Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim sowie der stellvertretenden Direktion am Museum Europäischer Kulturen / Stiftung Preußischer Kulturbesitz in Berlin ist sie seit Januar 2022 Direktorin und Mitglied des Vorstands der Stiftung Deutsches Hygiene-Museum. Sie ist außerdem Mitglied im Vorstand des Deutschen Museumsbundes und Mitglied im Kuratorium des Bucerius Kunst Forums, der Kulturstiftung Leipzig, der Dresdener Stiftung Kunst und Kultur der Ostsächsischen Sparkasse Dresden sowie im wissenschaftlichen Beirat der musealen Studiengänge der HTW Berlin und der Agentur für internationale Museumkooperationen.

Thomas A. Geisler

ist ausgebildeter Keramiker, Produktgestalter und Kulturmanager. Nach mehrjähriger Lehr- und Forschungstätigkeit in Designtheorie und -geschichte, war er Kurator und Leiter der Sammlung Design am MAK Wien, Co-Gründer der Vienna Design Week und Leiter des Werkraums Bregenzerwald. Seit 2019 ist Thomas A. Geisler Direktor des Kunstgewerbemuseums der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und kuratiert u.a. die 26. Designbiennale in Ljubljana sowie den deutschen Beitrag zur London Design Biennale 2021.

Kirsten Haß

ist Verwaltungsdirektorin und Vorstandsmitglied der Kulturstiftung des Bundes in Halle. Sie verantwortet dort seit 2020 die administrative Leitung. Zuvor leitete sie die Bereiche Allgemeine Projektförderung sowie den Bereich Förderung und Programme der Stiftung.

Dr. Andrea Hensel 

ist Fachreferentin für Transformation und Nachhaltigkeit im Referat Strategische Kulturpolitik der Stadt Leipzig und begleitet federführend die städtischen Projekte zu ökologischer Nachhaltigkeit im Kulturbetrieb, darunter u.a. das Kooperationsprojekt zur Entwicklung des E-Tool Kultur, das Klimaschutznetzwerk für die Freie Kulturszene und Projekte zu Kreislaufwirtschaft im Kulturbetrieb wie bspw. den Pilotprozess zur Entwicklung einer Checkliste für die rechtssichere Weitergabe von Materialien.

Dr. Aurélie Herbelot 

ist Computerlinguistin. Nach ihrer Promotion an der Universität Cambridge arbeitete sie als Forscherin an verschiedenen europäischen Instituten und entwickelte ein besonderes Interesse für Computermodelle, die die menschliche Kognition widerspiegeln. Heute baut sie winzige KI-Systeme für Kunst- und Bildungseinrichtungen. Einer ihrer Chatbots, „Botchen“, war 2024-2026 im Malersaal des Hamburger Schauspielhaus auf der Bühne.

Nils Hilkenbach

ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der Kulturstiftung des Bundes und leitet das Programm Zero – Klimaneutrale Kunst- und Kulturprojekte. Vor seiner Tätigkeit für die Stiftung war er als Referent unter anderem im Kunstgewerbemuseum und im Archiv der Avantgarden der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden tätig.

Lisa Klamka

Studium der Germanistik, Kunstgeschichte und Wirtschaftswissenschaften an der Technischen Universität Dresden. Begleitende Tätigkeiten als wissenschaftliche Hilfskraft an den Instituten Neuere Deutsche Literatur und Kunstgeschichte.

Mehrjährige Tätigkeit an den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden in den Abteilungen Rechnungswesen/Controlling in den Bereichen Buchhaltung und Drittmittelcontrolling sowie kuratorische Projekte als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung Forschung und wissenschaftliche Kooperation. Anschließend persönliche Referentin des Kaufmännischen Direktors und Aufbau des Bereichs Interne Revision. Seit 2021 Kaufmännische Direktorin und Mitglied des Vorstands der Stiftung Deutsches Hygiene-Museum.

Dr. David Klein

studierte Klavier, Musikpädagogik und Kulturmanagement und promovierte in Musikwissenschaft. Nach einer mehrjährigen Vorstandstätigkeit in einem Hamburger Privattheater wechselte er als Referent für Musik und Tanz und stellvertretender Leiter der Kulturabteilung in das Amt für Kultur und Denkmalschutz der Landeshauptstadt Dresden. 2018 übernahm er die Leitung des Büros „Europäische Kulturhauptstadt Dresden 2025“ und damit die Koordination der Bewerbung der Landeshauptstadt Dresden um diesen Titel. Seit 2020 ist er Leiter des Amtes für Kultur und Denkmalschutz in Dresden.

Annekatrin Klepsch

ist seit November 2015 Beigeordnete für Kultur, Wissenschaft und Tourismus der Landeshauptstadt Dresden. Nach dem Studium der Theaterwissenschaft, Kulturwissenschaften und Soziologie war sie Dramaturgie-Assistentin am Berliner Ensemble und bei freien Trägern in der Jugendbildung und Jugendverbandsarbeit tätig. Parallel absolvierte sie berufsbegleitend das Studium Arbeits- und Organisationspsychologie. Von 2009 bis 2015 war sie für die Partei DIE LINKE Abgeordnete im Sächsischen Landtag und im Dresdner Stadtrat mit den Schwerpunkten Kultur, Kinder- und Jugendhilfe, Bildung- und Hochschulpolitik. Als Beigeordnete trägt sie Verantwortung für alle kommunalen Kultureinrichtungen sowie für die Stiftung Deutsches Hygienemuseum Dresden. Sie ist Mitglied der Kulturpolitischen Gesellschaft und im Präsidium des Deutschen Bühnenvereins.

Stephanie Kopp

leitet beim Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) den Bereich Berichtskonzept und VS-Check. Dabei beschäftigt sie sich intensiv mit den Entwicklungen, Anforderungen und praktischen Umsetzung von Nachhaltigkeitsberichterstattung. Zuvor koordinierte sie den DNK als Referentin für Nachhaltige Wirtschaft und Finanzen beim Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE). Mit  Nachhaltigkeitsberichterstattung und CSR beschäftigte sie sich auch in vorherigen Stationen, u.a. im Wissenschaftsbereich.

Marit Kunis

ist seit 2023 Direktorin der Städtischen Bibliotheken Dresden. Bereits seit 2021 hatte sie das Amt kommissarisch inne. Sie studierte Kommunikationswissenschaft, Germanistik und Soziologie an der Technischen Universität (TU) Dresden und der Université de Caen/Frankreich und war langjährig an der TU Dresden und der Universität Mannheim beschäftigt. Von 2008 bis 2015 arbeitete sie als Projektkoordinatorin des Projekts „Lesestark! Dresden blättert die Welt auf.“ der Städtischen Bibliotheken Dresden, Bürgerstiftung Dresden und der Drosos Stiftung Zürich. Von 2015 bis 2017 leitete sie das Sachgebiet Kulturelle Bildung und war Vorstandsmitglied des Arbeitskreises Jugendliteratur e. V. Mit dem Umzug der Haupt- und Musikbibliothek in den Kulturpalast Dresden übernahm sie die Leitung der Zentralbibliothek.

Jakob Kunzlmann

leitet als Senior Expert das Projekt „Zukunftsstandort Deutschland“ bei der Bertelsmann Stiftung. Er verantwortet neueste Forschung zum Thema Transformation der Wirtschaft, insbesondere zu den Bereichen Nachhaltigkeitsmanagement, Berichterstattung, Transformationsfinanzierung und Geschäftsmodelltransformation. Er hat in der Politikberatung und in der Wissenschaft zu unternehmerischer Verantwortung und Transformationsfinanzierung gearbeitet.

Ulrike Lessmann

studierte Neuere Deutsche Literatur an der Universität Hamburg. Ihre berufliche Laufbahn ist geprägt durch eine langjährige Arbeit an den beiden größten deutschen Kinder- und Jugendtheatern in Berlin und Dresden, zunächst als Dramaturgin und seit der Spielzeit 2025/2026 gemeinsam mit Mihkel Seeder als Intendantin des tjg. theater junge generation. In ihrer Tätigkeit am tjg. hat sie u.A. große partizipatorische Projekte konzipiert und sich für die Nachhaltigkeitsentwicklung des Hauses engagiert z.B. in dem von der Landeshauptstadt Dresden und dem BMBF geförderten Zukunfststadt-Projekt "Nachhaltigkeit unternehmen!", das als Reallabor konzipiert war und in dessen Rahmen die Inszenierung “Tiere essen” von Jonathan Safran Foer entstand.

Margrit Lichtschlag

ist Kulturberaterin und systemischer Coach mit Schwerpunkt auf nachhaltiger Kulturentwicklung. Sie bringt langjährige Erfahrung an der Schnittstelle von Kultur, Bildung, Verwaltung und Nachhaltigkeit mit und ist Geschäftsführerin des Kulturrat NRW.

Kim Ellen Ludwig

 ist seit 2024 als Bildungsreferentin am Klimahaus Bremerhaven tätig und unter anderem für die Konzeption von Bildungsangeboten und Veranstaltungen verantwortlich. Davor hat sie im Projekt „BildungKlima-plus-56“ als Regionalkoordinatorin am Aufbau eines bundesweiten Netzwerks außerschulischer Lernorte mitgewirkt.

Carel Carlowitz Mohn

ist Geschäftsführer von Klimafakten innerhalb der 2050 Media Projekt gGmbH. Zuvor war er für die European Climate Foundation, Agora Energiewende, das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin, den Bundesverband der Verbraucherzentralen, das Internationale Sekretariat von Transparency International sowie das Büro von Bundespräsident a.D. Richard von Weizsäcker tätig. Er absolvierte die Deutsche Journalistenschule in München und hat ein Diplom in Politologie. Ein besonderer Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf der verständlichen und wirksamen Vermittlung von Klimathemen an Öffentlichkeit, Medien und gesellschaftliche Akteure.

Juliane Moschell

ist Abteilungsleiterin Kunst und Kultur in der Landeshauptstadt Dresden. Sie studierte Medienwissenschaft und Neuere Deutsche Literatur in Marburg sowie Kulturmanagement in Hamburg und arbeitete an Theatern in Koblenz, Frankfurt/M und Dresden. Seit 2017 ist sie tätig für das Amt für Kultur und Denkmalschutz, hat Nachhaltigkeit in die Kulturentwicklungsplanung Dresdens eingebracht und leitete das vom Rat für Nachhaltige Entwicklung geförderte Projekt „Culture for Future“.

Dana Pflüger

ist für Disposition, Nachhaltigkeit, Controlling und Ticketing am PATHOS theater angestellt und als Licht-Inspizientin an der Bayerischen Staatsoper. 2024 absolvierte sie die Weiterbildung zur Transformationsmanagerin nachhaltige Kultur. Sie ist Initiatorin von DAS GRÜNE DACH – eines Nachhaltigkeits-Netzwerks Münchner Kultureinrichtungen.

Friederike von Rosenberg

ist seit 2022 Direktorin Schlösser, Gärten und Bauten der Klassik Stiftung Weimar. Sie studierte Architektur in Dresden und absolvierte in München die Ausbildung zur Regierungsbaumeisterin. Anschließend war sie rund 15 Jahre für das Sächsische Immobilien- und Baumanagement tätig, unter anderem bei Bau und Ausstellungsgestaltung des Militärhistorischen Museums sowie bei der Sanierung der Sempergalerie. In Weimar verantwortet sie mit rund 100 Mitarbeitenden den nachhaltigen Bau und Betrieb der vielfach denkmal- und UNESCO geschützten Liegenschaften.

Prof. Dr. Pier Luigi Sacco

ist Professor für Verhaltensökonomie an der Universität Chieti-Pescara und Direktor des dortigen Zentrums für Kunst und Kultur, Gesundheit, Nachhaltigkeit und sozialen Zusammenhalt (BACH). Zudem ist er Seniorberater der OECD und als Forscher mit der Harvard University verbunden. International forscht und berät er zu Kulturpolitik und der Frage, welchen Beitrag Kunst und Kultur zu gesellschaftlicher Innovation, Zusammenhalt und nachhaltiger Entwicklung leisten können.

Dr. Christian Scheiding

ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Centre for Sustainability Management der Leuphana Universität Lüneburg und an der Universität Kassel. Er erforscht, wie Organisationskulturen nachhaltiges Handeln prägen und wie Mitarbeitende Veränderungsprozesse mitgestalten. In seiner Promotion untersuchte er unterschiedliche Positionierungen gegenüber Nachhaltigkeit am Arbeitsplatz im öffentlichen Dienst. Im Projekt KuNaH entwickelt er gemeinsam mit Praxispartnern Ansätze, um eine Kultur der Nachhaltigkeit an Hochschulen zu stärken.

Dr. Philipp Schiffmann

ist Rechtsanwalt und Partner für Urheber- und Medienrecht bei der Kanzlei Unverzagt in Hamburg. Er studierte in Hamburg und New York Rechtswissenschaften mit Schwerpunkten im öffentlichen Recht und Medienrecht. Er ist auf die Beratung von Unternehmen und Kreativen im Bereich audiovisueller Medien spezialisiert und betreut schwerpunktmäßig Mandant*innen aus der Film-, Fernseh- und Musikbranche, sowie Kulturbetriebe zu rechtlichen Fragen der Kreislaufwirtschaft.

Patrick Schimanski

ist Komponist, Regisseur, Klangkünstler, Dramaturg und Performer. Er arbeitet bundesweit und international sowohl in der Freien Szene als auch an Stadt- und Staatstheatern und beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit den Themen Nachhaltigkeit und Digitalität. Aktuell ist er als “Leiter Digitale Prozesse” und des “Forum Nachhaltigkeit” am Stadttheater Gießen beschäftigt.

Anja Sommer

ist seit 2022 Beauftragte für Nachhaltigkeit des Deutschen Hygiene-Museums. Zugleich ist sie verantwortlich für Kooperationen / Fundraising und damit für die Einwerbung von Drittmitteln für alle Projekte des Deutschen Hygiene-Museums. Sie hat Europäische Ethnologie und Cultural Studies in Marburg, Birmingham und Berlin studiert. Nach einem zweijährigen Volontariat arbeitete sie sechs Jahre lang als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Ausstellungen des Deutschen Hygiene-Museums. Seit 2005 im Bereich Kooperationen/Fundraising.

Barbara Steiner

ist Kunsthistorikerin, Kuratorin, Autorin und Herausgeberin. Sie ist seit 2021 Direktorin und Vorständin der Stiftung Bauhaus Dessau. Von 2001 bis 2011 war sie Direktorin der Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig und von 2016 bis 2021 Direktorin des Kunsthauses Graz.

Theresia Thamm

ist Kulturmanagerin und Referentin bei der Dresdner Philharmonie sowie zertifizierte Transformationsmanagerin für Nachhaltige Kultur. Sie studierte Kulturmanagement an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar. In ihrer Tätigkeit begleitet sie die nachhaltige Entwicklung der Dresdner Philharmonie und war an der Umsetzung verschiedener Maßnahmen und Projekte im Sinne der Dresdner Charta für Nachhaltigkeit im Kultursektor beteiligt. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf der Frage, wie Nachhaltigkeit in den Strukturen und Prozessen einer kommunalen Kultureinrichtung verankert und nachvollziehbar dokumentiert werden kann. Dabei beschäftigt sie auch, wie Veränderungsprozesse über die Verwaltung hinaus in die gesamte Organisation getragen und Mitarbeitende sowie Orchester einbezogen werden können.

Angelina Vollenweider

arbeitet als Referentin für Kulturelle Bildung und Diversitätsmanagement im Bereich Kunst und Kultur der Stadt Dresden. Zuvor war sie an verschiedenen Museen tätig, unter anderem als wissenschaftliche Mitarbeiterin für Outreach und Gesellschaft in den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Ihr Arbeitsschwerpunkt liegt auf Themen und Projekten der Kulturellen Bildung im Kontext von Gesellschaft und Teilhabe.

Dr. Liya Yu

ist neuropolitische Philosophin und Politikwissenschaftlerin. Sie hat an der Cambridge Universität und Columbia Universität in New York studiert und promoviert, und lehrt momentan an der Universität der Künste in Berlin. Sie ist die Autorin von Hirn Statt Moral: Warum nur Neuropolitik den gesellschaftlichen Zusammenhalt (Econ, 2026) und Vulnerable Minds: The Neuropolitics of Divided Societies (Columbia University Press, 2022). 

Klimabewusste Veranstaltungsplanung

Veranstaltungen verursachen einen signifikanten Anteil der Gesamtklimabilanzen vieler Kulturinstitutionen. Um den Verbrauch an CO2 zu reduzieren, hat die Kulturstiftung des Bundes für Eigenveranstaltungen einen Leitfaden mit 20 verbindlichen Maßnahmen entwickelt. Dieser gilt auch für die Tagung in Rostock. Zu den Maßnahmen gehören zum Beispiel die Erstellung einer Klimabilanz, die Nutzung von Ökostrom und vegetarisches Catering. Außerdem reisen alle Mitwirkenden mit umweltfreundlichen Transportmitteln zur Veranstaltung. Wir freuen uns, wenn Sie mitmachen!

Kontakt

Veranstalterin

Kulturstiftung des Bundes
Nils Hilkenbach
Franckeplatz 2
06110 Halle (Saale)
Tel: +49 (0)345 / 29 97 – 153

www.kulturstiftung-des-bundes.de/zero

Produktionsagentur

Digital Random GmbH
Körnerstraße 32
04107 Leipzig