Projektbeschreibung
Das Brandenburgische Viertel am Rande der boomenden Stadt Eberswalde hat eine bewegte Geschichte: In der DDR modernes und beliebtes Neubaugebiet, in den 1990ern durch Industrieschließungen zunehmend verwaist und vernachlässigt. Heute wird es von „Alteingesessenen“, marginalisierten und von Armut geprägten Gruppen und Neuzugezogenen bewohnt: eine Mischung, die soziale Spannungen erzeugt, aber auch Entwicklungspotential hat. Hier setzt das Kanaltheater (mit der Bürgerstiftung Barnim Uckermark als Träger) im Programm LOKAL mit ihrem partizipativen Ansatz an: Seit 2013 erarbeitet das Theater aus regionalen Fragestellungen großformatige Theaterproduktionen im direkten Austausch mit den Anwohnenden, von der Försterin bis zum Handwerker. Kern seiner Arbeit ist es, vor Ort zu sein und zuzuhören.
Mit dem Performer Bruno, mit Badehandtuch und einer großen Plastikpalme in der Fußgängerpassage unterwegs, geht das Kanaltheater seit 2026 in das Viertel und kommt mit den Menschen im Ort ins Gespräch. Durch die gemeinsame Arbeit an künstlerischen Projekten beginnt Austausch, entstehen Neugier und Vertrauen. Geplant sind unter anderem ein #platten#traum#spiel, eine Adaption des Formats „TATORT LÜCKE“, das Baulücken erforscht und bespielt, eine Inszenierung mit und auf den für die Neubaublöcke typischen Balkonen und als Abschluss eine großformatige Show, die das Brandenburgische Viertel in ein ganz neues Licht rücken wird. Bei all dem setzt das Kanaltheater auf langfristige Beziehungen: Kein einmaliges Projekt ist das Ziel, sondern ein Kontakt, der bleibt.
Kontakt
Kanaltheater Eberswalde
c/o Bürgerstiftung Barnim Uckermark
Eisenbahnstraße 3
16225 Eberswalde
Website der Bürgerstiftung Barnim-Uckermark (externer Link, öffnet neues Fenster)
Website des Kanaltheater (externer Link, öffnet neues Fenster)