Die transmediale gilt als eines der weltweit wichtigsten Festivals für Kunst und digitale Kultur. Seit beinahe vierzig Jahren bringt das Festival internationale Künstlerinnen, Forscher und Denkerinnen zusammen, um neue Sichtweisen auf unsere technologische Zeit zu entwickeln.
Technologie ist die aktive menschliche Schnittstelle zur materiellen Welt. Doch das Wort wird beständig falsch verwendet und bezeichnet meist nur die enorm komplexen und spezialisierten Technologien der vergangenen Jahrzehnte, die durch massive Ausbeutung sowohl natürlicher als auch menschlicher Ressourcen ermöglicht wurden.
By the Mango Belt & Tamarind Road – Compassing, Protocoling, Metaphoring
Die 39. Ausgabe der transmediale lädt unter dem Titel „By the Mango Belt & Tamarind Road – Compassing, Protocoling, Metaphoring“ zu einer geografischen und theoretischen Neuausrichtung von Technologien, Wissensformen und Medien ein.
Ausgangspunkt dafür sind die imaginären, äquatorumspannenden Koordinaten „By the Mango Belt & Tamarind Road“ rund um den tropischen Gürtel. In kritischer Anspielung auf Chinas „One Belt One Road“-Initiative untersucht das Festival die Strukturen, die unsere aktuellen Technologien und Systeme materiell und sinnbildlich prägen: Welche Strömungen bestimmen unsere Feeds? Was liegt im Ursprung unserer Codes? Welche anderen Arten des Miteinander-Verbindens und der Fürsorge sind möglich, wenn wir bisherige Infrastrukturen hinter uns lassen?
Über die Form einer Konferenz und Diskussionsplattform hinaus schafft das Festival 2026 einen imaginativen Raum, in dem das Verständnis von Technologie als verbindendes Element und intergenerationelles Netzwerk neu gedacht wird. Ein Netzwerk, das sich flexibel transformiert und Vergangenheiten und Zukünfte miteinander verknüpft. Die 39. transmediale versteht sich als ein lebendiges Ökosystem, in dem die Teilnehmenden gemeinsam Visionen entwickeln und mit Infrastrukturen experimentieren.
Die Basis bilden die so genannten „Netting Groups“, die online und vor Ort Installationen, Performances, diskursive Formate, Klangexperimente und Workshops gestalten. Die Netting Groups arbeiten dafür mit lokalen Hosts rund um den tropischen Gürtel zusammen – Künstler:innen, Technolog:innen, Kollektiven und kulturellen Einrichtungen. Diese Knotenpunkte für Konzeption und Austausch arbeiten seit Oktober 2025 miteinander und bleiben auch nach dem Festival bestehen.
Kurator:innen der transmediale 2026: Neema Githere und Juan Pablo García Sossa
Kuratorin der Ausstellung: Antonina Stebur (externer Link, öffnet neues Fenster)
transmediale 2026: 28. Januar – 1. Februar 2026
Veranstaltungsorte: silent green Kulturquartier (Wedding) und CANK (Neukölln).
Die Eröffnungsnacht im silent green am 28. Januar 2026 ist kostenfrei!
Die Kulturstiftung des Bundes unterstützt die transmediale seit 2004 als kulturelle Spitzeneinrichtung.
Termine
29. Januar, 2026 bis 1. Februar, 2026: Festival
silent green Kulturquartier and CANK, Berlin
Kontakt
transmediale e.V.
Gerichtstr. 35
13347 Berlin
Tel.: +49 (0)30 95999 4231
info(at)transmediale.de
sowie
www.transmediale.de (externer Link, öffnet neues Fenster)