tuned Ideenfestival zur Zukunft der Klassik 

10.–12. November 2025, Bochum

Pressebilder

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Kurzbeschreibung

Vom 10.-12. November 2025 fand das tuned Ideenfestival zur Zukunft der Klassik im Anneliese Brost Musikforum Ruhr in Bochum statt. Mehr als 300 Teilnehmende aus der Klassikszene waren dabei, darunter Leitungen von Festivals, Konzerthäusern, Orchestern und freien Ensembles, Komponistinnen, Dramaturgie, Kulturmanagement, sowie Vertreter aus Forschung, Hochschulen und Verbänden.

Das tuned Ideenfestival ist Teil des Förderprogramms tuned – Netzwerk für zeitgenössische Klassik (externer Link, öffnet neues Fenster).

 

Wie sieht die Zukunft der Klassik aus? Diese Frage stand drei Tage lang im Zentrum des bundesweiten Ideenfestivals. Über 50 nationale und internationale Kulturschaffende, Künstlerinnen und Wissenschaftler teilten ihr Wissen in Workshops, Impulsvorträgen, Diskussionsrunden und Kurzkonzerten. Das Ideenfestival richtete sich an alle, die Teil der Klassikszene sind, sei es als Konzertdramaturg, Kulturmanagerin, Veranstaltende, Musikerin oder Komponist. 

Dabei ging es um zentrale Themenfelder des gegenwärtigen Musikschaffens. Wie klingen zeitgenössische Konzertprogramme? Wie können Institutionen und Ensembles auch in Zukunft erfolgreich arbeiten? Und welche Rolle spielt das Publikum? Das Ideenfestival gab Einblicke in Strategien, Projekte, aktuelle Debatten und Tools. Die Suche nach neuen Konzertdramaturgien und die Erweiterung des Klassikbegriffs wurden genauso diskutiert wie ein zeitgemäßer Umgang mit dem traditionellen Repertoire und dessen kritische Reflexion. Die Rolle von Konzertritualen und Publikumspartizipation wurden hinterfragt und in Workshops und Gesprächen wurden notwendige Kompetenzen zur Weiterentwicklung von Ensembles, Festivals und Konzerthäusern angesichts der großen Herausforderungen unserer Zeit erarbeitet. An beiden Abenden boten Kurzkonzerte Einblicke in aktuelle programmatische Entwicklungen.

  

20 Gedanken (to go)

Zum Abschluss des dreitätigen tuned Ideenfestivals teilte Prof. Johannes Voit auf der Großen Bühne 20 Gedanken, die er aus der Veranstaltung mitnimmt. In seiner Präsentation betonte er, dass diese keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben, und bezog sich auf diverse Programmpunkt der drei Tage mit namentlicher Nennung der Referierenden.

Was zeichnet eine zeitgenössische klassische Konzertpraxis aus? 

1. Als bewusst inszenierte Live-Events eröffnen klassische Konzerte besondere Erfahrungsmöglichkeiten. 

2. Bewusste Gestaltung von Atmosphäre und Raum steigert die Immersion. 

3. Diversifizierte Konzertprogramme schaffen Identifikationsmöglichkeiten. 

4. Durch Partizipation erleben sich Besucher*innen als Teil des künstlerischen Prozesses. 

5. Welche Relevanz hat das jeweilige Konzertprogramm für Menschen im 21. Jahrhundert?

 

Für welche Personengruppen tun wir das alles und wie können wir sie erreichen? 

6. Wir wissen zu wenig über die Menschen, die wir erreichen wollen! 

7. Dialoggruppen statt Zielgruppen! 

8. In der postmigrantischen Gesellschaft ist alles was wir tun postmigrantisch! 

9. Fehlertoleranz erleichtert den ersten Schritt (und den zweiten…)! 

10. Programmierung, Konzertdesign, Vermittlung und Marketing sollten zusammengedacht werden!

 

Wie macht sich ein klassischer Konzertveranstalter fit für die Zukunft? 

11. Nicht (nur) Audience Development, sondern Organisationsentwicklung 

12. Diversität in Unternehmen (auch auf Führungsebene) abbilden 

13. Räume flexibel nutzen 

14. Gute Gastgeber*innen sein 

15. Planvoller Umgang mit knapper werdenden Ressourcen

 

Wie kann die Rolle klassischer Konzertveranstalter in ihrer jeweiligen Community zukünftig aussehen? 

16. „An welcher Stelle ist es für die klassische Musik geboten, sich zurückzunehmen und ihre kulturelle Macht in Solidarität umzusetzen?“ (Prof. Christian Grüny) 

17. Wie können wir in unseren jeweiligen Communitys nachhaltig wirksam werden? 

18. Mit wem können wir zusammenarbeiten, um diese Ziele zu erreichen? 

19. Von welchen Diskursen/Forschungsergebnissen können wir profitieren? 

20. Klassische Konzertkultur als „reale Utopie“? (Elisa Erkelenz)

 

Eindrücke vom tuned Ideenfestival

Programm

Das Ideenfestival fand vom 10.-12.11.2025 im Anneliese Brost Musikforum Ruhr in Bochum statt.

Programm Timetable

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Hintergrund

Das Ideenfestival ist Teil des Förderprogramms „tuned – Netzwerk für zeitgenössische Klassik“. Mit dem Programm fördert die Kulturstiftung des Bundes innovative Ansätze, die Alternativen zum traditionellen Konzertbetrieb aufzeigen. Die drei Bausteine des Programms sind ein bundesweites Festival-Netzwerk (Beethovenfest Bonn, Festspiele Mecklenburg-Vorpommern/Detect Classic Festival, Mozartfest Würzburg, PODIUM Esslingen, Thüringer Bachwochen, TONALi Hamburg), Ideenwerkstätten zum Wissensaustausch sowie das tuned Ideenfestival zur Zukunft der Klassik.

Infos zur Barrierefreiheit

Der Veranstaltungsort ist in allen Bereichen barrierefrei zugänglich. Vermerken Sie gerne Ihren persönlichen Unterstützungsbedarf im entsprechenden Feld im Anmeldeformular.

Termine

Aktuell keine bevorstehenden Termine

Vergangene Termine

  • 10. November, 2025 bis 12. November, 2025: tuned Ideenfestival zur Zukunft der Klassik

    Anneliese Brost Musikforum Ruhr, Bochum

Kontakt

Dr. Julian Stahl

Kulturstiftung des BundesFranckeplatz 206110 Halle an der Saale