"Acting Archives" ist eine interdisziplinäre edukative Modellplattform für den Austausch und die Zusammenarbeit zwischen äthiopischen, deutschen und internationalen Künstler/innen und Theoretiker/innen zum Thema künstlerische Forschung und Archivierung.

Im Rahmen des Projekts "Acting Archives" fanden im Jahr 2014 Performances, zwei Symposien und eine Ausstellung zeitgenössischer äthiopischer Kunst und Performance in Berlin statt. Für Berlin und Addis Abeba wurde darüber hinaus ein Media Container erarbeitet. Den Auftakt des Projekts bildete ein Symposium zu Methoden und Theorien der Archivierung und zur Entstehung künstlerischen Wissens. Das zweite Symposium "Experiencing Education Experiments: Methodologies in Thinking Doing" widmete sich dem Experimentieren als Methode der künstlerischen Forschung und Bildung. Als nachhaltiges Mittel der Archivierung und des Wissenstransfers beinhaltet der Media Container eine umfassende netzbasierte digitale Dokumentation aller Vorträge, Fallstudien und Diskussionen der Veranstaltungen sowie ausgewählte Transkriptionen und Publikationen der Projektteilnehmer/innen. Der Media Container wird als Mediathek Multiplikatoren in Addis Abeba zur Verfügung stehen und darüber hinaus über eine webbasierte Plattform einer interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Ein Projekt des Institut für Raumexperimente der Universität der Künste Berlin mit der Alle School of Fine Arts and Design of Addis Ababa (ET)

Künstlerische Leitung: Olafur Eliasson (DK), Christina Werner (DE), Eric Ellingsen (US/DE)
Institutionelle Partner: Institut für Raumexperimente, Universität der Künste Berlin; Studio Olafur Eliasson; Alle School of Fine Art and Design, Addis Abeba University
Teilnehmer/innen: Bruno Latour (FR), Elizabeth Giorghis (ET), Koyo Kouoh (SN), Jonathan Ledgard (GB), Elvira Dyangani Ose (GQ/GB), Akinbode Akinbiyi (NG) , Aida Muluneh (ET), u.a.

 

Jazz Poetry Performance am 19. Juli 2014, 19.30 - 21.30 Uhr in der Volksbühne Berlin

„A-B-A-B-A: from hear to here“ war Workshop, Performance und Dokumentation – ein Zusammenspiel aus Poesie, Sprache, Übersetzung, Musik, Spiel und Gespräch. Das Experiment brachte Dichter und Musiker aus Addis Abeba und Äthiopien mit internationalen Künstlern, Dichtern, Musikern und Übersetzern zusammen, die in Berlin leben und arbeiten. Die eingeladenen Künstler/innen aus Äthiopien kreuzten in ihrer als Jazz Poetry bezeichneten Performance Einflüsse aus Musik, Poesie und Rezitation, wodurch ein Zusammenspiel aus Rhythmen, Metren und Stilen erst beim Zuhören zwischen Musikern, Dichtern und Publikum entstand. Die Performance wurde filmisch dokumentiert und im Medienarchiv des TURN-Projekts „Acting Archives“ des Instituts für Raumexperimente integriert. Weitere künstlerische Beiträge von „Acting Archives“ waren im November 2014 beim „Festival of Future Nows“ in der Neuen Nationalgalerie Berlin zu sehen.

Gäste: Eric Ellingsen (Dichter/Autor, Berlin/USA), Christian Hawkey (Dichter/Übersetzer, Berlin/USA), Mihret Kebede (Dichterin, Addis Abeba), Robert Lippok (Musiker, Berlin), Abebaw Melaku (Dichter, Addis Abeba), Jorga Mesfin (Musiker, Addis Abeba), Ari Benjamin Meyers Komponist/Dirigent, Berlin/USA), Rike Scheffler (Dichterin, Berlin), Misrak Terefe (Dichterin, Addis Abeba), Uljana Wolf (Dichterin, Berlin) u.a. Künstlerische Leitung: Christina Werner, Eric Ellingsen
„A-B-A-B-A: from hear to here“ ist ein Kooperationsprojekt, initiiert vom Institut für Raumexperimente, Universität der Künste Berlin, realisiert in Zusammenarbeit mit SAVVY Contemporary e.V. und Roter Salon/Palais Wittgenstein an der Volksbühne Berlin

TURN – Fonds für künst­le­ri­sche Ko­ope­ra­tio­nen zwi­schen Deutsch­land und afri­ka­ni­schen Län­dern

Mit dem Fonds TURN möchte die Kulturstiftung des Bundes möglichst viele unterschiedliche Institutionen in Deutschland anregen, sich mit dem künstlerischen Schaffen und den kulturellen Debatten in afrikanischen Ländern zu beschäftigen.

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Kon­takt

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