“Um eine Vorstellung von unserer Zukunft zu bekommen, von der Welt die vor uns liegt, muss man nur nach Afrika blicken“, sagt der Kameruner Achille Mbembe, einer der herausragenden Denker im postkolonialen Diskurs. Was ist die Zukunft Afrikas? Wie blicken afrikanische Künstler/innen und Intellektuelle auf diese Frage? Und gibt es eigentlich Science Fiction aus Afrika?

Um diese und andere Fragen ging es bei „African Futures", dessen erster Teil im Herbst 2015 zeitgleich in Johannesburg, Lagos und Nairobi stattgefunden hat. Das vom Goethe-Institut initiierte Projekt hat die drei afrikanischen Metropolen physisch und digital miteinander verwoben. Eine weltweit live zu verfolgende Videokonferenz hat Johannesburg außerdem mit São Paulo und New York verbunden – zwei Städte, deren kulturelle Produktion ohne den Beitrag der afrikanisch stämmigen Bevölkerung unvorstellbar wäre.

Künstler/innen wie Kiluanji Kia Henda (Angola), Binyavanga Wainaina (Kenia), Nnedi Okorafor (Nigeria), Jean-Pierre Bekolo (Kamerun) und Spoek Mathambo (Südafrika) waren eingeladen, afrikanische Zukunftsentwürfe aus Literatur, Film, Performance, bildender Kunst und Musik zu diskutieren und Brücken zu bauen zwischen Kunst, Technik und intellektuellem Diskurs. In Panel-Diskussionen ging es um Fragen zu Medienkultur und Wissensproduktion in und über Afrika, um schwarzen Feminismus, oder um die Rolle der Diaspora.

Das Projekt "The Incantation of the Disquieting Muse" im SAVVY Contemporary Berlin bildete den Abschluss von "African Futures": Erzählungen und Mythen von ‘Hexerei’ sind in vielen Gesellschaften Afrikas allgegenwärtig. In Performances, Vorträgen und einer Ausstellung wurde untersucht, inwiefern sich diese Mythen in kulturellen, ökonomischen und religiösen Bereichen manifestieren.

„African Futures“ war ein Projekt des Goethe-Instituts Südafrika.

Kuratorisches Board: Bonaventure Ndikung (CM/DE), Ntone Edjabe (CM/ZA), Raimi Gbadamosi (NG/ZA), Thenjiwi Niki Nkosi (US/ZA), Steven Markovitz (ZA)

 

Festivaltermin

Festival in Johannesburg, 28.10.2015 - 31.10.2015, Goethe-Institut Johannesburg mit Partnerfestivals in Lagos und Nairobi

 

TURN – Fonds für künst­le­ri­sche Ko­ope­ra­tio­nen zwi­schen Deutsch­land und afri­ka­ni­schen Län­dern

Mit dem Fonds TURN möchte die Kulturstiftung des Bundes möglichst viele unterschiedliche Institutionen in Deutschland anregen, sich mit dem künstlerischen Schaffen und den kulturellen Debatten in afrikanischen Ländern zu beschäftigen.

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Pres­se­mit­tei­lung

des Goethe-Instituts Südafrika zum Programm von "African Futures" in Johannesburg, Lagos und Nairobi:

Pressemitteilung

Af­ri­can Fu­tures Blog

Kon­takt

Goethe-Institut Südafrika

119 Jan Smuts Avenue

Parkwood, Johannesburg, 2193

Südafrika

www.goethe.de/ins/za/en/joh/kul/sup.html