In Deutschland und Polen spielt sich das kulturelle Geschehen oft abseits der großen urbanen Zentren ab. In beiden Ländern gibt es eine Reihe kleiner Häuser (Kunstvereine, Galerien, Kulturzentren, Theater), die mit hoher Qualität bespielt und hervorragend geleitet werden. Es erfordert aber ein hohes Maß an Zeit und Interesse zu überschauen, was sich in kleineren Städten wie Wolfsburg, Bytom, Gdañsk oder Oldenburg tut. Die Institutionen haben in beiden Ländern mit ähnlichen finanziellen Problemen zu kämpfen. Ihr Fortbestehen ist nicht zuletzt ein Gradmesser für die Qualität der aktuellen Kulturpolitik eines Landes.

Ausgehend von Recherchen, die sie für einen Zeitraum von rund drei Monaten im jeweiligen Nachbarland und dort gebunden an eine Kunstinstitution durchführten, entwickelten polnische und deutsche Künstler und Kuratoren gemeinsam Projekte, die Einflüsse aus dem deutschen und polnischen Kulturzusammenhang kombinieren bzw. miteinander verschmelzen.

Die fünf Künstler und Kuratoren waren während ihres Arbeitsaufenthaltes an eine Galerie, einen Kunstverein oder eine andere Kunstinstitution gebunden, die ihnen logistische und konzeptionelle Unterstützung bot.

Folgende Künstler waren am Ambassadors Rechercheprogramm beteiligt:

Roman Dziadkiewicz (Kraków) entwickelte sein Projekt "Publicznosc - Öffentlichkeit" in Zusammenarbeit mit dem Westfälischen Kunstverein Münster.
Dorota Grobelna (Poznan) erarbeitete auf Einladung des Edith-Ruß-Haus für Medienkunst ihr Projekt "When a text becomes a picture" in Oldenburg.
Malgorzata Jankowska (Torun) erarbeitete ihr Projekt in Stuttgart. Sie war dort Gast des Künstlerhauses Stuttgart.
Anna Plotnicka (Wroclaw) arbeitete auf Einladung der Motorenhalle Dresden - Projektzentrum für zeitgenössische Kunst an ihrem Projekt "Krzatanina/Bustle".
Florian Zeyfang (Berlin) erarbeitete in Polen das Projekt "1, 2, 3 Avant-gardes".

Zeitraum: Sommer 2005 - Frühjahr 2006

Kon­takt

Isabel Raabe
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