Etwa die Hälfte der Menschen in Deutschland lebt in ländlichen Regionen, in Dörfern und kleinen Städten. Suburbanisation und Selbstversorgung, Zusammenhalt und Rückzug ins Private, Erhalt der kulturellen Infrastruktur und Alterung der Vereine, Änderung der Arbeitswelt und nachhaltige Landnutzung, Zu- und Abwanderung: viele Zukunftsfragen der Gesellschaft lassen sich von hier aus betrachten und diskutieren. Die ländlichen Räume und die Beziehungen zwischen Stadt und Land haben ihre eigene Geschichte, die eine Vergegenwärtigung lohnt.

Der Ideenkongress zu Kultur, Alltag und Politik auf dem Land wurde von der Kulturstiftung des Bundes und dem Programm „TRAFO – Modelle für Kultur im Wandel“ initiiert, um die Rolle der Kultur in der Debatte um ländliche Räume stärker erkennbar werden zu lassen. Er fand vom 19. bis 21. September 2018 im Volkspark in Halle an der Saale statt.

  • Aus dem Programm

    Schwarzmarkt
    „Wie vom Land sprechen?“ – unter diesem Titel widmete sich der Schwarzmarkt für nützliches Wissen und Nicht-Wissen zukunftsweisenden Projekten, vergangenen Zeiten und aktuellen Geschichten auf dem Land. 60 Expertinnen teilten in 168 Gesprächen ihr Wissen über Potentiale und Vorurteile, Utopien und Projekte, unbekannte Orte und abgelegene Landschaften.

    Themenräume
    Wie sehen lebendige Kulturorte auf dem Land aus? Welche Unterstützung benötigen sie? Welche neue Rolle können sie zukünftig spielen? Mit Experten und Praktikern werden Aspekte für die Zukunft der Kulturangebote im ländlichen Raum erkundet. In den Themenräumen „Perspektive Land“ und „Kleine Städte“ standen vor allem soziologische, raumplanerische, philosophische sowie politische Positionen zur Debatte. In Raum „Neue Aufgaben“ wurde nach konkreten Modellen aber auch Visionen für die Transformation ländlicher Kultureinrichtungen gesucht. Das Thema „Kulturförderung“ stellte künftige Fördergrundsätze auf den Prüfstand.

    Ideen am Tisch
    Geschichten über Anfangseuphorie und Rückschläge, über Gelingen und Scheitern: Kulturschaffende teilten ihre Erfahrungen und stellten ihre Ideen zur Veränderung vor.

    Künstlerische Perspektiven
    Künstlerische Perspektiven ergänzten das Tagungsprogramm: Die Kulissen der Künstlerin Antje Schiffers hinterfragten die eigenen Vorstellungen von zeitgenössischen ländlichen Motiven; der Fundus erzählte anhand kleiner und großer Objekte von den TRAFO-Regionen und Blasmusik-Konzerte spüren dem Klang ländlicher Räume nach.

    Einen Einblick in das umfangreiche Programm vermitteln die Programmhefte zum Ideenkongress sowie zum Schwarzmarkt.

Pres­se­re­so­nanz

"So viel Platz und wenig Räume" | Berliner Zeitung | Petra Kohse

"Weniger Fleisch, mehr Anarchie" | Süddeutsche Zeitung | Till Briegleb

"Der Ideenkongress zu Kultur, Alltag und Politik auf dem Land. "
   | MDR KULTUR - Werkstatt | Ellen Schweda     

"Das Kulturangebot erodiert" | Deutschlandfunk | Karin Fischer

"Wie kommt die Kultur aufs Land?" | MDR Kultur | Carsten Tesch

Do­ku­men­ta­ti­on

Videomitschnitte von Vorträgen und Podiumsdiskussionen sowie zahlreiche Fotos, die u.a. die Künstlerischen Perspektiven dokumentieren, geben auf der Website des TRAFO-Programms Einblicke in den dreitägigen Ideenkongress.

Kon­takt

Kristin Bäßler
Programmbüro "TRAFO – Modelle für Kultur im Wandel"

Prinzessinnenstraße 1

10969 Berlin

Tel.: +49 (0)30 60 98 86 052

E-Mail

 

Antonia Lahmé
Kulturstiftung des Bundes

Franckeplatz 2
06110 Halle (Saale)
Tel.: +49 (0)345 2997 117
Fax.: +49 (0)345 2997 333
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