Mit dem Datum "1968" verbinden sich in Ost und West unterschiedliche Ereignisse, Erfahrungen und lebensgeschichtliche Prägungen. Der Themenabend Crossing 68/89 betrachtete den Prager Frühling und die Proteste der Studentenbewegung im Westen in ihren europäischen und globalen Wechselbeziehungen. In einer langen Nacht näherten sich Zeitzeugen, Historiker, Kulturkritiker und Künstler in Performances und Gesprächen, Konzerten und Lesungen dem Prager Frühling und den Studentenprotesten in Deutschland aus verschiedenen Perspektiven an. Den Einstieg in die lange Nacht bildete eine Gesprächsrunde mit Protagonisten der 1968er-Bewegungen. Eingeladen waren Jiri Dienstbier, Jiri Gruša, Lionel Jospin, Adam Michnik, Oskar Negt und Friedrich Schorlemmer. Sie diskutierten die Ereignisse des Jahres 1968 aus ihrer eigenen Perspektive und wie unterschiedlich sich die Vorgänge doch im europäischen Vergleich - in Prag, Berlin, Warschau und Paris - darstellten.
Der grenzüberschreitenden Kraft der Popkultur der späten 1960er-Jahre, ihren Ikonen und Mythen widmeten sich Performances und Diskussionen im Anschluss: Was transportieren die Bilder und Ikonen von damals heute noch? Welchen Geist bewahrt die Musik jener Zeit? Gibt es eine Verbindung vom Velvet Underground zur Velvet Revolution? Vom Protestsong zum Wiedervereinigungspop?

Kooperationspartner der Veranstaltung waren die Akademie der Künste, die Sophiensaele, das Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam und das Deutsch-Tschechische Gesprächsforum.

Eröffnung durch Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier.

Der Themenabend "Crossing 68/89. Prag und Berlin zwischen Reform und Revolution" bildet den Auftakt des zweijährigen Austauschprojekts "68/89", in dem Theatermacher, Historiker und Künstler aus Deutschland und Tschechien gemeinsam die europäischen Aufbruchsbewegungen der Jahre 1968 und 1989 befragen.

"68/89" findet im Rahmen von Zipp – deutsch-tschechische Kulturprojekte statt.

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