Auf dem afrikanischen Kontinent bildet sich derzeit eine Vielzahl neuer tanzkünstlerischer Positionen heraus, die von den unterschiedlichsten ästhetischen Ansätzen geprägt sind. Während sich viele junge Künstler wegen besserer Produktionsbedingungen in Europa niederlassen, entstehen in Afrika neue Tanzzentren, die dort maßgeblich zur künstlerischen Entwicklung des Tanzes beitragen. Das Projekt "Dance Dialogues Africa" zielte auf den Aufbau einer dauerhaft wirksamen Zusammenarbeit zwischen Institutionen und vielversprechenden, insbesondere jungen Künstlern in Deutschland und afrikanischen Ländern. Ihre Vernetzung sollte gefördert, die künstlerische Entwicklung der Tanzszene und der Produktionsstrukturen in Afrika gestärkt und deutsche Künstler für Kooperationen und Gastspiele in Afrika gewonnen werden. Bei dem Austausch standen den deutschen Instituten fünf Kompetenzzentren auf afrikanischer Seite gegenüber, die von renommierten Choreografen geleitet werden: die kongolesischen Studios Kabako, das Donko Seko in Mali, das mosambikanische Institut CulturArte, das südafrikanische Vuyani Dance Centre sowie Ness ElFen in Tunesien.

Mit dem Gastspiel „More, more, more ... future“ des kongolesischen Choreografen Faustin Linyekula im tanzhaus nrw feierte „Dance Dialogues Africa“ im April 2012 seinen Auftakt. Es folgten Seminare, Workshops, Künstlerlaboratorien und weitere Gastspiele. 2013 entstanden in den afrikanischen Zentren jeweils mindestens zwei Koproduktionen unter der Leitung von international renommierten Choreografen wie Gregory Maqoma, Panaibra Gabriel Canda, Kettly Noël und Koffi Kôkô.

Vom 21. März bis zum 12. April 2014 waren aktuelle Produktionen in Bielefeld, Dresden, Düsseldorf, Hamburg, Münster und weiteren Orten zu sehen. Die Festival Tour mit über 50 Aufführungen ermöglichte einen konzentrierten Blick auf die von „Dance Dialogues Africa“ initiierten zeitgenössischen Tanzproduktionen. Filmdokumentationen, Gesprächsrunden, Vorträge und Konzerte begleiteten die Festival Tour.

Zukünftig möchte das Austauschprojekt weitere europäische und afrikanische Partner in die Netzwerkarbeit einbinden.

Leitung: Stefan Schwarz, Projektkoordination: Judith Müller-Willems
Afrikanische Partner: CulturArte in Maputo/Mosambik, Donko Seko in Bamako/Mali, Ness El Fen in Tunis/Tunesien, Studios Kabako in Kisangani/Dem. Republik Kongo, Vuyani Dance in Johannesburg/Südafrika
Partner in Deutschland: DansArt Tanznetworks in Bielefeld, Hellerau – Europäisches Zentrum der Künste in Dresden, Kampnagel in Hamburg, Theater im Pumpenhaus in Münster. Projektträger ist das tanzhaus nrw in Düsseldorf.

 

Stationen der Festival Tour

Düsseldorf 21.3. – 6.4.2014
Dresden: 21.3. – 29.3.2014
Münster: 22.3. – 12.4.2014
Bielefeld: 29.3. – 2.4.2014
Hamburg: 2.4. -12.4.2014

Fes­ti­val Tour 2014

Vom 21. März bis 12. April 2014 waren aktuelle von „Dance Dialogues Africa“ initiierte Tanzproduktionen in Düsseldorf, Dresden, Münster, Bielefeld und Hamburg zu erleben. Flyer und Programmhefte von drei Tour-Stationen können Sie hier downloaden:

Programm tanzhaus nrw Düsseldorf

Programm Kampnagel Hamburg

Programm Hellerau Dresden

Afri­ka - In­ter­na­tio­na­ler The­men­schwer­punkt

Im Rahmen ihres Afrika-Schwerpunktes widmet sich die Kulturstiftung den Kulturbeziehungen zwischen Deutschland und afrikanischen Ländern und fördert den Austausch und die Kooperation zwischen deutschen und afrikanischen Künstler/innen und Institutionen.

Kon­takt

tanzhaus nrw

Erkrather Straße 30

40233 Düsseldorf

tanzhaus-nrw.de