Als Anfang der 90er Jahre die ersten polnischen Rapper in Erscheinung traten, richteten sie sich noch an einen kleinen Kreis von Eingeweihten. Hier artikulierten sich die so genannten Blokersi, die "Leute aus den Wohnblocks", die den Zug in die verheißungsvolle Zukunft der Wohlstandsgesellschaft verpasst hatten. Mittlerweile ist Rap und HipHop in Polen zu einer Massenbewegung geworden, die sich zum Teil längst von der hasserfüllten Sozialkritik, der Medienbeschimpfung und dem rebellischen Gestus der frühen Jahre gelöst hat. So schlägt der 1978 geborene Rapper Fisz vergleichsweise freundliche Töne an, wenn er die Wonnen des Marihuanakonsums oder das Freud und Leid der Liebe thematisiert: "Komm zurück mein Federchen", textet Fisz, "ohne Dich bin ich ein riesiger schwerer Elefant." In Frankfurt (Oder) ist Fisz mit seiner Formation Tworzywo Sztuczne (Kunststoff) und ihrer tanzbaren Mischung aus HipHop, Jazz, Soul und Dub zu hören.
Die Berliner Band Puppetmastaz verbindet ihren von elektronischen Beats getriebenen HipHop mit einer furiosen Bühnenshow, bei der Handpuppen eine wichtige Rolle spielen. Die Hauptakteure: der sizilianische Frosch Croucho, Maloke (ein Maulwurf aus New York), der Hase Snuggles und Hiphopnotist, die Raggamuffin-Sau. Die Gruppe hat bereits zwei Alben vorgelegt und international ihre ersten Erfolge gefeiert.

Büro Kopernikus trägt mit dem HipHop-Konzert am 8. Mai zum Brückenfest, der Auftaktveranstaltung des Deutsch-Polnischen Jahres 2005/2006, bei. Zu den Anwesenden zählen Kulturstaatsministerin Christina Weiss und der polnische Kulturminister Waldemar Dobrowski.

Beteiligte Künstler
Tworzywo Sztuczne, Puppetmastaz
Veranstaltungsort und -termin
Auf und an der Oderbrücke, Frankfurt/Oder und S³ubice
In der Nacht vom 8. auf den 9. Mai 2005, ca. 0.30 Uhr

Kon­takt

Isabel Raabe
Büro Kopernikus

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