„Est-ce un humain? / Ist das ein Mensch?“ ist die titelgebende Frage, die sich das kainkollektiv in Bochum zusammen mit der Compagnie Zora Snake aus Jaunde (Kamerun) und Njara Rasolomanana (Madagaskar) zum Ausgangspunkt für ihr gemeinsames Performanceprojektes nimmt. Mit der Frage nach dem Menschsein eröffnen die Kooperationspartner den Raum eines groß angelegten Rituals, in dem die Entgrenzung von Körpern und Wahrnehmungen möglich sein soll.

Entstehen soll ein Performance-Ritual, das die historischen und postkolonialen Dämonen und Gespenster aufrufen will und dabei nach neuen ästhetischen Möglichkeiten im Umgang mit der Kolonialgeschichte sucht. Zwischen Ritual, Performance und Musiktheater eröffnet sich ein Raum, der durch Trance den Dialog mit den Toten sucht und dabei die ontologische Frage nach dem Menschsein selbst stellt. Es geht um eine schonungslose Auseinandersetzung mit kolonialer Gewalterfahrung und faschistoiden Science-Fiction-Fantasmagorien, in denen Aliens und Cyborgs Geschichte schreiben.

Das Projekt entsteht in Koproduktion mit Ringlokschuppen Ruhr Mülheim, FFT Düsseldorf, Kampnagel Hamburg, tak Theater Aufbau Kreuzberg Berlin, MODAPERF Festival Yaoundé (Kamerun) & BATTLE4PEACE (Madagaskar)und wird in Mühlheim an der Ruhr, Düsseldorf, Hamburg, Berlin, Jaunde und Antananarivo (Madagaskar) zur Aufführung kommen.

Künstlerische Leitung: Mirjam Schmuck (DE)
Choreographie: Zora Snake (CM)
Autor: Fabian Lettow (DE)
Kamera: Nils Voges (DE)
Ausstattung: Zdravka Ivandija Kirigin (HR)
Mit: Michael Brohn (DE), Agathe Djokam (CM), Catherine Jodoin (CA), David Guy Kono (CM), Florian Lauss (DE), Rasmus Nordholt-Frieling (DE),Abdoulaye Abdoul Oumate (CM), Madeleine Pelagie Nga Alima (CM), Njara Rasolomanana (MG), Edith Voges Nana Tchuinang (MG), Jean Calvin Yugye (CM)

TURN – Fonds für künst­le­ri­sche Ko­ope­ra­tio­nen zwi­schen Deutsch­land und afri­ka­ni­schen Län­dern

Mit dem Fonds TURN möchte die Kulturstiftung des Bundes möglichst viele unterschiedliche Institutionen in Deutschland anregen, sich mit dem künstlerischen Schaffen und den kulturellen Debatten in afrikanischen Ländern zu beschäftigen.

Kon­takt

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44809 Bochum 

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