Seit den 1960er Jahren laufen unter den Weltmusikkategorien „Afrojazz“, „Afropop“ oder „Afrobeat“ die verschiedensten musikalischen Strömungen zusammen: Regional verbreitete Musikstile wie Kizomba, Bongo Flava, Coupé Décalé, Kuduro oder Kwela  vermischen sich mit nordamerikanischem Jazz, Blues oder Hip Hop  und lateinamerikanischen Rhythmen wie Zouk, Samba oder Rumba. Die unzähligen verschiedenen musikalischen Einflüsse umfassen ein breites Spektrum, das Eingang in den Weltmusikmarkt gefunden hat. Doch wo nahmen diese hybriden Musikströmungen ihren Anfang?

Diese Frage stellt sich die Berliner Big Band Omniversal Earkestra und begibt sich mit dem Projekt „Le Mali70 Earkestra“ auf die Suche nach den Ursprüngen des Afrojazz in Mali. Sie spürt legendären malischen Musikbands der 1970er wie „Rail Band“ oder „Mystère Jazz de Tombouctou“ nach und trifft mit musikalischen Größen wie Cheick Tidiane Seck, Salif Keïta, Abdoulaye Diabaté und Sorry Bamba zusammen, die ganze Generationen von Musikern geprägt haben.

Die Aufbruchstimmung nach der Unabhängigkeit brachte in Mali in den 1960er Jahren eine innovative Bigband-Epoche hervor, beeinflusst durch die Kulturpartnerschaft mit Kuba des frühen Sozialismus wie auch durch traditionelle Musik der Dogon und Tuareg. Die Geschichten von den malischen Wurzeln des Blues ranken sich um traditionelle Instrumente wie die Ngoni, doch es ist die Rückkopplung mit Kuba, die den jazzigen Style aus psychedelischen Rhythmen und tanzbaren Bläsersätzen hervorbrachte, der nun auf seine Wiederentdeckung wartet.

Geplant sind ein gemeinsames Album, Konzerte in Mali und Deutschland sowie ein Film.

Künstlerische Leitung Musik: Oliver Fox (DE)
Künstlerische Leitung Film: Markus CM Schmidt (DE)
Mit: Sorry Bamba (ML), Paul Berberich (DE), Philipp Bernhard (DE), Johannes Böhmer (DE), Oliver Fox (DE), Sam Hudson (GB/DE) Marius Koné Demba (ML), Benjamin König (DE), Modibo Diarra (ML), Abdoulaye Djabaté (ML), Fabian Engwicht (DE), Robin Kahl (DE), Till Künkler (DE), Mahal Madan Traoré (ML), Fritz Moshammer (DE), Djeli Madi Tounkara (ML), Elhaj Mahalmadane Arby (ML), Bakayouko Mahamadou (ML), Boubacar Ousman Touré (ML), Mouneissa Tandina (ML), Cheick Tidiane Seck (ML), Salif Keïta (ML), Aboubakar Koke Kissa (ML), Georg Pfister (DE), Mamadou Sissoko (ML), Joachim Jacob Soubeiga (ML), Franz Stahl (DE), Sada Traoré (ML), Andrej Ugoljew (DE), Sidney Werner (DE).

TURN – Fonds für künst­le­ri­sche Ko­ope­ra­tio­nen zwi­schen Deutsch­land und afri­ka­ni­schen Län­dern

Mit dem Fonds TURN möchte die Kulturstiftung des Bundes möglichst viele unterschiedliche Institutionen in Deutschland anregen, sich mit dem künstlerischen Schaffen und den kulturellen Debatten in afrikanischen Ländern zu beschäftigen.

Kon­takt

Omniversal Earkestra e.V.

Nogatstr. 31
12051 Berlin

www.omniversalearkestra.de