Das Musiktheater "Nico - Sphinx aus Eis", realisiert von Regisseur Oliver Sturm, basierte auf der Musik der Sängerin Nico und jener der fünfzig Jahre jüngeren österreichischen Musikerin soap&skin sowie auf dem gleichnamigen Theaterstück von Werner Fritsch. Es handelte sich um einen Konzert-Monolog von Nico, der legendären Sängerin der Gruppe Velvet Underground, im Moment ihres Sterbens, war jedoch mehr als nur die Rekonstruktion dieser Pop-Ikone. Der Text stellte die Frage nach dem Persönlichkeitskern einer Frau, die mehrfach ihre Identität wechselte, ihre deutsche Herkunft austauschte gegen ein Leben in einer Welt des Pop, aber dort letzten Endes heimatlos blieb. Fritschs Monolog ließ eine Borderline-Persönlichkeit sichtbar werden, die in der Spannung zwischen Glamour und Todverfallenheit schwankt, zwischen Selbstmythos und Selbstverlust.
Der Abend war angelegt als ein mediales Crossover zwischen Schauspiel, Pop-Konzert, Choreographie und bildender Kunst. Gemeinsam mit dem bildenden Künstler Till Exit wurde ein szenisches Modell entwickelt, das sich an die von Andy Warhol in der Factory geprägte Ästhetik des Hyperrealismus anlehnte. Zusammen mit dem Komponisten Gerd Bessler wurde eine Symbiose aus Konzertsituation und performativer Installation geschaffen, in der Nicos Musik im Zentrum stand.

Produktionsleitung und Regie: Oliver Sturm
Musikalische Leitung: Gerd Bessler
Bühne: Till Exit
Nico / Sängerin: soap&skin (Anja Plaschg)

"Nico – Sphinx aus Eis" fand im Rahmen von Zipp – deutsch-tschechische Kulturprojekte statt.

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