Überlegungen zur Fragilität von Ökosystemen, zu Nachhaltigkeit, alternativen und erneuerbaren Energien bildeten die Grundlage für das Ausstellungsprojekt, in dem die Rolle der Kunst und der Neuen Medien für das Verständnis von Ökologie als eines Kommunikationssystems im Vordergrund stand. Das Verhältnis von Menschen und Tieren, organischen und anorganischen Substanzen, wird immer mehr als ein Austauschverhältnis von labilem Gleichgewicht verstanden, das durch naturwissenschaftliche Aufzeichnungsweisen nur unzureichend erfasst wird. Die Arbeiten in diesem Projekt erprobten neue Verbindungen von Kunst, Wissenschaft und Technik zur Entwicklung und Darstellung neuer Wahrnehmungsmuster über die Kommunikation und Interaktion im ökologischen System.

Künstlerische Leitung: Sabine Himmelsbach, Yvonne Volkart
Mitwirkende / Künstler: Ieva Auzina / Esther Polak (LT/NL), Critical Art Ensemble und Beatriz da Costa (USA), Free Soil (USA/DK/D/AU), Tue Greenfort (DK), Christina Hemauer / Roman Keller (CH), infossil (D), Natalie Jeremijenko (USA), Franz John (D), Christoph Keller (D), Tea Mäkipää (FIN), Eva und Franco Mattes a.k.a. 0100101110101101.org (I), MVRDV (NL), Iñigo Manglano-Ovalle (ES), Andrea Polli (USA), Sabrina Raaf (USA), Transnational Temps (ES/F/USA), Insa Winkler (D), Yonic (CH/BR);

Aus dem Gruß­wort von Hor­ten­sia Völ­ckers zur Aus­stel­lungs­er­öff­nung:

Medienkünstler bevorzugen praktische Ansätze. Das macht sie zu schwierigen Kandidaten für den Kunstmarkt. Damit eignet sich Medienkunst aber auch in besonderer Weise als Impulsgeber für die Frage, welche Rolle die Kultur auf dem Weg unserer Gesellschaften in ein kohlendioxidreduziertes „postfossiles“ Zeitalter spielt. Es kann nicht sein, dass „in zehn Jahren alles zu spät ist“. Es darf aber auch nicht sein, dass wir geduldig abwarten, ob alles gut gehen wird. Diese Ausstellung ist gleichermaßen Experimentierfeld und Lernraum der Ungeduldigen, der Fragensteller, der Einmischer, all derjenigen, die sich – wie es in einem Adorno-Zitat bei Alexander Kluge heißt – „weder von der Macht der anderen noch von der eigenen Ohnmacht dumm machen lassen“.

Kon­takt

Edith-Ruß-Haus für Medienkunst

Katharinenstraße 23

26121 Oldenburg

www.edith-russ-haus.de