Essen wollte (und wurde) mit dem Ruhrgebiet Kulturhauptstadt Europas 2010 werden. Weshalb eigentlich? Die Hauptsachen, so das Projekt Peripherie 3000 - Plattform für vernetzte Zentren, passieren doch gar nicht in den Hauptstädten, sondern längst dort, wo Randlagen den Blick auf gesellschaftliche und kulturelle Grundlagen freigeben. Nicht das Zentrum, die Peripherie ist ein produktiver Ort der Verunsicherung. Peripherie 3000 nahm die permanente "Randlage" als positives und produktives Vehikel an und macht sie zum Ausgangspunkt für ein Nachdenken über Strukturen jenseits von Zentren.

Als interdisziplinäre Plattform entwickelt Peripherie 3000 unter Beteiligung von Zagreb - Cultural Kapital of Europe 3000 und verschiedenen Partnern aus den Bereichen Theater, Tanz, Performance, Medienkunst und -politik, Musik und Stadtforschung im Ruhrgebiet Kunst- und Kulturprojekte. Vom 21. - 23. April 2006 wurden die Ergebnisse der Vernetzungsarbeit zwischen kulturellen Institutionen und Initiativen aus Nordrhein-Westfalen und Zagreb in Dortmund präsentiert. Im Vorfeld waren Soziologen, Stadtplaner, Philosophen und Künstler als Gäste des "Klub Peripherie 3000" eingeladen, auf der Website des Projekts die Diskussion zu eröffnen.

Mit: Klub Peripherie 3000 (u.a. Thomas Köner, Klaus Heid); öffentliches Kolloquium "What kind of cultural institutions do we need? On the (political) effects of structures" (englischsprachig); Trio Pajo & Labosh & Kovac (Konzert); Projekte im öffentlichen Raum: stadtraum.org (Düsseldorf), orange.edge (Dortmund) & platforma 9,81 (Zagreb); Tanzperformance von Zeljka Sancanin, präsentiert von MeX (Dortmund), Center for Drama Art (Zagreb) und Multimedia Institute (Zagreb).