Die Kulturstiftung des Bundes und die Staatlichen Museen zu Berlin starten gemeinsam lab.Bode – Initiative zur Stärkung der Vermittlungsarbeit in Museen. Mit einem Vermittlungslabor am Bode-Museum in Berlin und einem bundesweit wirksamen Volontärsprogramm an 21 weiteren Einrichtungen soll gezeigt werden, was Vermittlungsarbeit an Museen auszeichnet und was sie bewirken kann. Die zweiteilige Initiative soll Veränderungsprozesse in den Museen selbst anstoßen, die geeignet sind, insbesondere junge Menschen anzusprechen.
 

Vermittlungslabor Bode-Museum

Zunächst wird im Bode-Museum der Staatlichen Museen zu Berlin modellhaft ein Vermittlungslabor eingerichtet, das über mehrere Jahre mit neun ausgewählten Berliner Schulen zusammenarbeiten wird. Das Bode-Museum ist aufgrund seiner kunsthistorisch außerordentlich bedeutsamen Sammlung ein international renommierter Ort, der einem jüngeren Publikum allerdings wenig vertraut und sehr voraussetzungsvoll scheint. In Anbetracht dessen sollen Aufgaben der Vermittlung im Bode-Museum künftig in alle Arbeitsabläufe wirksam integriert werden – von der Pforte über die Kurator/innen bis zum Direktorium. Die Erfahrungen und Ergebnisse aus diesem bis 2020 laufenden Modellprojekt am Bode-Museum sollen in Gestalt von Prototypen übertragbar aufbereitet werden und später allen Museen und Vermittler/innen in Deutschland zur Verfügung stehen. Bis Juni 2016 konnten sich Schulen bewerben, um zu festen Partnerschulen das Labors zu werden.

Film zu lab.Bode: Wir bringen Bewegung ins Museum
  • Partnerschulen

    • Athene Grundschule (Steglitz-Zehlendorf)
    • Grunewald – Grundschule (Charlottenburg-Wilmersdorf)
    • Herder-Gymnasium (Charlottenburg-Wilmersdorf)
    • Thomas-Mann-Gymnasium (Reinickendorf)
    • Barnim-Gymnasium (Lichtenberg)
    • Sophie-Brahe-Schule (Gemeinschaftsschule, Treptow-Köpenick)
    • Traven Gemeinschaftsschule (Spandau)
    • Schule am Rathaus (Integrierte Sekundarschule, Lichtenberg)
    • Gustav-Langenscheidt-Schule (Integrierte Sekundarschule, Tempelhof-Schöneberg)

Wissenschaftliche Volontariate im Bereich Vermittlung

Als zweites Modul der Initiative fördert die Kulturstiftung des Bundes 21 wissenschaftliche Volontariate im Bereich Vermittlung. Die Volontäre arbeiten an der Entwicklung der Prototypen im Labor mit und können einzelne Formate im Rahmen eines Projekts in ihre Museen übertragen, wofür lab.Bode ein eigenes Produktionsbudget stellt. Für die Volontär/innen wird zudem ein umfassendes Weiterbildungsprogramm entwickelt. Im Zusammenwirken beider Module sollte sich modellhaft eine zukunftsfähige Vermittlungsarbeit in Museen abzeichnen.

Für das Volontärsprogramm können sich bis Mitte Februar 2018 Museen mit Sammlungsschwerpunkt Kunst deutschlandweit bewerben, die der Vermittlungsarbeit in ihrem Haus langfristig einen höheren Stellenwert einräumen wollen und eine Stelle für ein wissenschaftliches Volontariat im Bereich Vermittlung einrichten. 18 Museen wurden bereits ausgewählt. Über die Auswahl der Museen entscheidet eine unabhängige Fachjury.

  • Museen

    Bislang empfahl die Jury 18 Museen:

    • Lindenau-Museum Altenburg
    • Lenbachhaus München
    • Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern
    • Museum Abteiberg Mönchengladbach
    • Staatliche Kunstsammlungen Dresden
    • Ulmer Museum
    • Kunsthalle Bremen
    • Kunstmuseum Stuttgart
    • Museum für Gegenwartskunst Siegen
    • Neues Museum – Staatliches Museum für Kunst und Design, Nürnberg
    • Kunsthalle Mannheim
    • Focke Museum, Bremen
    • Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig
    • Historisches Museum Frankfurt
    • Jüdisches Museum Frankfurt
    • Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen, Magdeburg
    • Kunstmuseum Villa Zanders, Bergisch Gladbach
    • MEWO Kunsthalle, Memmingen
  • Jury


    Dr. Gabriele Uelsberg, Direktorin des LVR – LandesMuseum Bonn

    Dr. Hermann Arnhold, Direktor des LWL-Museum für Kunst und Kultur

    Claudia Ehgartner, Leiterin Kunstvermittlung, mumok Museum moderner Kunst, Stiftung Ludwig Wien

Begleitveranstaltungen

Ziel der Initiative ist es zudem, den fachlichen Austausch über aktuelle, auch internationale neue Ansätze, Theorien und Perspektiven der Vermittlungsarbeit an Museen zu befördern. Museumsdirektor/innen, Vermittler/innen sowie Schulvertreter/innen, Künstler/innen und Studierende sind daher zu öffentlichen Veranstaltungen und Weiterbildungen im Vermittlungslabor eingeladen. Das Diskursprogramm startete im Mai 2017 mit dem Set #1: Räume, im November 2017 wird es mit dem Set #2: Partizipation fortgesetzt.

 

Die Initiative wird in Kooperation mit den Staatlichen Museen zu Berlin durchgeführt. Kooperationspartner des bundesweiten Volontärsprogramms sind der Deutsche Museumsbund e.V. und die Bundesakademie für Kulturelle Bildung in Wolfenbüttel.  

Die Kulturstiftung des Bundes fördert lab.Bode in den Jahren 2016 bis 2020 mit insgesamt 5,6 Mio. Euro.

Vo­lon­tär­s­pro­gramm

Bis zum 15. Februar 2018 können sich Museen mit Sammlungsschwerpunkt Kunst bewerben, die erstmals ein wissenschaftliches Volontariat im Bereich Bildung und Vermittlung einrichten möchten. lab.Bode fördert u.a. 70% der Gehaltskosten.

Fördergrundsätze

Kon­takt

Teresa Darian

Kulturstiftung des Bundes 
Franckeplatz 2 
06110 Halle (Saale) 
Tel.: 49 (0)345 2997 162 
Fax.: 49 (0)345 2997 333 
E-MAIL
 

Dr. Sandra Soltau

Kaufmännische Projektleitung
lab.Bode - Initiative zur Stärkung der Vermittlungsarbeit in Museen
Geschwister-Scholl-Straße 6
10117 Berlin
Tel.: +49 30 26642-5513