Neben dem Klimaschutz sind Anpassungen an die Folgen des Klimawandels auch im Kulturbereich unverzichtbar geworden. Starkregen, Hochwasser und vor allem extreme Hitze bedrohen Personen, Gebäude, Objekte und Veranstaltungen. Das Pilotprojekt „Klimaanpassung in Kultureinrichtungen“ der Kulturstiftung des Bundes hatte die grundlegende Erkenntnis gebracht: Nur wenn Kultureinrichtungen sich klimaresilient aufstellen, bleiben der Reichtum und die Vielfalt etwa von Theatern, Museen und Bibliotheken bis hin zu historischen Schloss- und Gartenanlagen erhalten – und für möglichst alle gesellschaftlichen Gruppen zugänglich. Deshalb sollte der Kulturbereich künftig stärker in die Anpassungsstrategien von Ländern und Kommunen eingebunden werden.
Wie sich Kultureinrichtungen an die neuen klimatischen Gegebenheiten und ihre Folgen anpassen können – dazu hat die Kulturstiftung des Bundes jetzt einen neuen Maßnahmenkatalog veröffentlicht. Die Publikation bündelt Handlungsempfehlungen aus dem Pilotprojekt, an dem im Jahr 2025 zwanzig Kulturinstitutionen verschiedener Sparten aus ganz Deutschland teilgenommen hatten. Im Rahmen des Projekts hat ein Team aus Expertinnen und Experten einheitlich aufgebaute Maßnahmen-Steckbriefe erstellt, etwa zu Verschattungslösungen für Gebäude, Wassermanagement oder Begrünungsvarianten. Die Empfehlungen legen einen Fokus auf die Klimarisiken Hitze und Starkregen, manche befassen sich mit Trockenheit, Hochwasser sowie dem Umgang mit der Klimazonenverschiebung.
Die neue digitale Broschüre versammelt dreißig Maßnahmen und bietet eine Orientierungshilfe, die allen Institutionen im Kulturbereich als Grundlage dienen kann, um sich den Herausforderungen des Klimawandels zu stellen.
Zum Maßnahmenkatalog [PDF] (öffnet neues Fenster)
Weitere Informationen zum Pilotprojekt „Klimaanpassung in Kultureinrichtungen“