Kulturstiftung des Bundes

Antragsschluss nächste Förderrunde: 31.1.22

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Wichtige Bereiche

Aktuelles

Logo: Podcast KulturDivers im 360°-Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft

KulturDivers – Der Podcast zu Kultur und Diversität

Im Podcast KulturDivers berichten Beteiligte aus dem Programm 360° über die diversitätsorienterten Öffnungsprozesse in den geförderten Institutionen.

Ein weißes, futuristisch anmutendes Fahrrad mit Segeln am Vorderrad steht in einer lichtdurchfluteten alten Indurstriehalle.

Symposium: „The Future of Cities“

Im Rahmen des Ausstellungsprojekts "The Future of Cities" findet am 28./29.1.22 in der Halle 14 in Leipzig ein Symposium zu zukunftsweisenden Modellen des Städtebaus statt.

Filmstill mit einer futuristischen Stadtansicht

Allgemeine Projektförderung: 26 neue Projekte ausgewählt

Die interdisziplinäre Jury der Allgemeinen Projektförderung hat auf ihrer letzten Sitzung im Herbst 2021 26 neue Förderprojekte ausgewählt. Die Fördersumme beträgt insgesamt 3,6 Mio. Euro.

Neueste Pressemitteilung

06.04.2021 - Pressemitteilung der Kulturstiftung des BundesLabore des Zusammenlebens #2

Ostdeutsche Identität(en) – Neue Zugänge zur Erinnerung an die DDR Ein Gespräch zwischen Olivia Wenzel und Steffen Mau am 9. April 2021, 19 Uhr

Unsere neue Veranstaltungsreihe Labore des Zusammenlebens (externer Link, öffnet neues Fenster) bringt Künstlerinnen und Theoretiker, Wissenschaftlerinnen und Akteure der kulturell-institutionellen Praxis über aktuelle Fragen ins (Streit-)Gespräch. Nachdem es im Labor #1 im Dialog zwischen Michael Rothberg und Carolin Emcke um die Zukunft der Erinnerungskultur im globalen Kontext ging, treffen sich im Labor #2 die 1985 bei Weimar geborene Dramatikerin und Musikerin Olivia Wenzel und der 17 Jahre ältere, aus Rostock stammende Soziologe und Leibniz-Preisträger Steffen Mau. Sie unternehmen in ihrem Gespräch den Versuch, die DDR entlang innerdeutscher Entwicklungs- und Konfliktlinien von heute aus neu zu erinnern. 
 

Labor #2: Ostdeutsche Identität(en) – Neue Zugänge zur Erinnerung an die DDR
Ein Gespräch zwischen Olivia Wenzel und Steffen Mau am 9. April 2021, 19 Uhr

Trotz aller biographischen Verschiedenheiten der Autoren und der Unterschiedlichkeit ihrer Zugangsformen weisen Olivia Wenzels Roman „1000 Serpentinen Angst“ und Steffen Maus Studie „Lütten Klein. Leben in der ostdeutschen Transformationsgesellschaft“ in ihrem Erinnern an die DDR der 1980er Jahre viele Ähnlichkeiten auf, die nicht zuletzt durch vergleichbare Schwierigkeiten, im wiedervereinigten Deutschland der Gegenwart seine ostdeutsche Geschichte und Identität zu bejahen, motiviert sein könnten:

Olivia Wenzel will ihrer Großmutter die Erfahrungen von Rassismus, der die Autorin und ihre Familie zu DDR-Zeiten und auch im wiedervereinigten Deutschland durchmachen mussten, durch das Niederschreiben ihrer Biografie nahebringen – und erkennt, dass die Sprachpolitik der DDR keine Worte für die Erfahrung des Herausfallens aus dem Kollektiv und den damit verbundenen Schmerz bereithielt. Sie sucht nach einer Sprache, in der die Fortsetzung rassistisch motivierter Gewalt bis in die Gegenwart greifbar wird.

Steffen Mau erzählt in seinem Buch von seiner Kindheit und Jugend im Rostocker DDR-Modellbezirk Lütten Klein: von der Hoffnung auf die Modernität eines Staates, der gleichwertige Lebensverhältnisse für seine Bürger ermöglicht; und von den politischen Repressionen, unter denen sich diese Hoffnung in den Zwang zur Gleichförmigkeit verkehrte. In Gesprächen, Beobachtungen und persönlichen Anekdoten vollzieht er diese Entwicklung nach – und reflektiert dabei auch seine heutige Rolle als Bildungsaufsteiger nach der Wende, der Lütten Klein vor den harten Konsequenzen des Strukturwandels verlassen hat.

Der große Unterschied zwischen beiden liegt in der Empathie von Mau und der Wut von Wenzel. Der eine bemüht sich um einen Nachvollzug des Geworden-Seins einer von ihm so bezeichneten Ost-Mentalität. Deren Wertschätzung speist sich vor allem daraus, dass er die Idee der gesellschaftlichen Gleichheit als emanzipatorische Errungenschaft bewertet. Trotzdem übt auch Mau klare, harte Kritik am politischen System DDR. Bei Wenzel ist es die Wut darüber, dass ihr in der DDR die Sprache für den Rassismus genommen wurde und auch in der heutigen Erinnerungskultur nicht wiedergegeben wird - außer in einem Ost-Bashing, das den Osten als rassistisch markiert und sie darüber erneut in dieser Facette ihrer Identität diskriminiert.

Über Erkenntnisse und Versäumnisse im Umgang mit der Erinnerung an die DDR nach 1989 möchten sich Olivia Wenzel und Steffen Mau austauschen und dabei auch über die Notwendigkeit neuer Erzählformen des zeitgeschichtlichen Erinnerns in künstlerischen und wissenschaftlichen Medien sprechen.

Wir laden herzlich zu unserem zweiten Labor ein! Die kostenfreie Veranstaltung findet am 9. April 2021 um 19 Uhr auf Zoom statt. Ein Zugangslink ist nach Anmeldung unter laboredeszusammenlebens.liteproject.de (externer Link, öffnet neues Fenster) erhältlich. Zusätzlich wird die Veranstaltung live auf YouTube gestreamt.

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Mäandernde weiße Linien unterschiedlicher Formen bilden eine Grafik ähnlich einer meteorologischen Karte

Dokumentation Pilotprojekt Klimabilanzen

Im bundesweiten Pilotprojekt Klimabilanzen in Kulturinstitutionen unterstützte die Kulturstiftung des Bundes verschiedene Kultureinrichtungen, eine Klimabilanz zu erstellen und den eigenen CO2-Fußabdruck zu ermitteln. Die Dokumentation dessen steht kostenfrei als Broschüre zum Download zur Verfügung.

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Die Stiftung

Die Kulturstiftung des Bundes fördert Kunst und Kultur im Rahmen der Zuständigkeit des Bundes. Ein Schwerpunkt liegt auf der Förderung innovativer Programme und Projekte im internationalen Kontext. Sie ist eine Stiftung des Bürgerlichen Rechts mit Sitz in Halle an der Saale und wird gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (externer Link, öffnet neues Fenster).

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Infobrief

Der in loser Folge erscheinende Newsletter der Kulturstiftung des Bundes informiert über aktuelle Förderprogramme und Einsendeschlüsse, über geförderte Projekte und Termine. Er gibt Einblick in kulturelles Geschehen und Debatten.

Häufige Fragen

Was fördert die Kulturstiftung des Bundes? Wer kann Anträge stellen? Was sind eigene Programme der Stiftung? Unsere FAQ beantworten Fragen zur Antragstellung, zur Realisierung eines Projekts und zur späteren Abrechnung.

Magazin

Auf blass-lila-farbenem Grund steht links oben in Rot das Logo der Kulturstiftung des Bundes, rechts daneben der Text "Magazin Nr. 27, Krisenwissen, Herbst/Winter 2021" und darunter eine große bunte Grafik einer abstrakten Figur mit herausgestreckter Zunge und vielen Gegenständen

Das aktuelle Magazin #37

"Krisenwissen" lautet der Titel des Magazins #37. Die Autoren dieser Ausgabe widmen sich der Frage, wie aus Krisenwissen ein Krisenhandeln wird und wie sich Institutionen und Akteure von innen heraus reformieren können. Das Magazin erschien im Herbst 2021.

Magazin

Zweimal jährlich erscheint das Magazin der Kulturstiftung des Bundes. Es kann kostenfrei abonniert werden: