Die Berlin Biennale gilt als das wichtigste Schaufenster für zeitgenössische Kunst und als einzige Biennale ihrer Art in Deutschland. Alle zwei Jahre setzen sich namhafte Kuratoren dafür ein, neuen, noch wenig etablierten Positionen der jüngeren Kunst ein Podium zu bieten.

Die Ausstellungsorte

Die 10. Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst fand vom 9. Juni bis 9. September 2018 unter dem Titel „We don’t need another hero“ an vier Ausstellungsorten in Berlin statt: Akademie der Künste am Hanseatenweg, KW Institute for Contemporary Art, Volksbühne Pavillon und ZK/U – Zentrum für Kunst und Urbanistik.

Die Ausstellungsorte sind aufgrund ihrer historischen Bedeutung, aber auch aufgrund dessen, was sie heute repräsentieren, ausgewählt worden. So hat sich die 10. Berlin Biennale sowohl mit den umfangreichen Archivbeständen der Akademie der Künste am Hanseatenweg als auch mit der brutalistischen Architektur des Ortes auseinandergesetzt. In den KW Institute for Contemporary Art untersuchte die Biennale, wie global ausgerichtete zeitgenössische Kunstbiennalen in den nächsten zehn Jahren aussehen könnten. Die Ausstellung begann in den KW mit einem Porträt von einigen derjenigen Menschen, die die KW wesentlich zu dem gemacht haben, was sie heute sind, und zeigte Arbeiten, die politische Räume, wissensproduzierende Institutionen und persönliche Freiräume neu verhandeln. In Koproduktion mit dem HAU Hebbel am Ufer widmete sich die 10. Berlin Biennale einem künstlerischen Forschungsprojekt zur Geschichte des Kwaito – eines Musikgenres, das um 1994 im südafrikanischen Soweto entstand. Der Pavillon der Volksbühne ist ein Glasbau neben dem Haupteingang zur Volksbühne auf dem Rosa-Luxemburg-Platz. Die 10. Berlin Biennale zeigte dort ein Kunstprojekt, das sich mit der Geschichte des Ortes befasste und eine veränderliche, für die Mitwirkung des Publikums offene Installation beinhaltete.

Die Biennale lud mehrere Künstler/innen zu längeren Arbeitsaufenthalten in die Ateliers des ZK/U ein. Das ZK/U – Zentrum für Kunst und Urbanistik befindet sich in einem ehemaligen Güterbahnhof im Berliner Wohnviertel Moabit. Einzelne Veranstaltungen im Rahmen des öffentlichen Programms „I’m not who you think I’m not“ fanden auch an weiteren Orten in Berlin statt.

Kuratorin der 10. Berlin Biennale war Gabi Ngcobo

Das Auswahlkommitee der Berlin Biennale hat sich im Jahr 2016 für die südafrikanische Kuratorin Gabi Ngcobo als Kuratorin der 10. Berlin Biennale entschieden. Seit den frühen 2000er Jahren arbeitet Gabi Ngcobo in kollaborativen künstlerischen, kuratorischen und edukativen Projekten in Südafrika und auf internationaler Ebene. Sie ist Gründungsmitglied der zwei in Johannesburg ansässigen kollektiven Plattformen NGO – Nothing Gets Organised und Center for Historical Reenactments (CHR, 2010–14). NGO befasst sich mit Prozessen der Selbstorganisation. Das CHR untersuchte, wie historische Vermächtnisse in der zeitgenössischen Kunst aufgegriffen und verarbeitet werden. Ngcobo hat u.a. die Ausstellung "A Labour of Love" im Weltkulturen Museum in Frankfurt am Main kuratiert, die die Kulturstiftung des Bundes im Rahmen ihres TURN - Fonds für künstlerische Kooperationen zwischen Deutschland und afrikanischen Ländern gefördert hat.

Als Ko-Kuratoren waren Moses Serubiri (Kampala, UG), Nomaduma Rosa Masilela (New York, US), Thiago de Paula Souza (São Paulo, BR) und Yvette Mutumba (Berlin, DE) berufen. Der Grafikdesigner Maziyar Pahlevan gestaltete die visuelle Identität der 10. Berlin Biennale.

Die Berlin Biennale wird organisiert vom KUNST-WERKE BERLIN e.V.

Die Ber­lin Bi­en­na­le in den So­ci­al Me­dia

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  • Termine

    09.06. –
    09.09.2018

    Ausstellung

    KW Institute for Contemporary Art | Auguststraße 69 | Berlin

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