Auf dem Weg zu einer Klimaschutzpolitik

Die Kulturstiftung des Bundes hat sich einem Umweltprogramm verschrieben, das sie zu einer fortwährenden Verbesserung ihres Umweltverhaltens verpflichtet. Am 30. Mai 2012 wurde der Kulturstiftung des Bundes das EMAS-Zertifikat für ökologisches Wirtschaften verliehen. Entwickelt von der Europäischen Union, verpflichtet das Zertifikat teilnehmende Einrichtungen, sich einer regelmäßigen Umweltbetriebsprüfung zu unterziehen und ihr eigenes Umweltverhalten zu verbessern. Die Kulturstiftung des Bundes hat sich hierbei zuletzt entschlossen, das Thema Klimaschutz in den Fokus ihrer Umweltpolitik zu stellen. In einem ersten Schritt will sie im Jahr 2020 eine Klimabilanz und ein Maßnahmenpaket zur Reduktion von CO2-Emmissionen erarbeiten. In der Folge geht es darum, das eigene Wirtschaften und die eigene Fördertätigkeit mehr und mehr in Richtung Klimaneutralität zu lenken.

Umwelterklärung 2019 der Kulturstiftung

10.03.2020

Die Umwelterklärung gibt einen Überblick über alle geplanten und abgeschlossenen Maßnahmen im Rahmen des Umweltprogramms der Kulturstiftung des Bundes.

Nachhaltiges Produzieren im Kulturbereich

29.01.2020

Wie können Kulturveranstaltungen umweltbewusst und nachhaltig geplant und umgesetzt werden? Die Kulturstiftung des Bundes hat zu diesen Fragen einen neuen Leitfaden entwickelt.

Lizenz: CC BY-NC-SA

Projekte und Initiativen

Die Kulturstiftung des Bundes fördert eine Vielzahl künstlerischer Projekte, die sich mit ökologischen Fragen befassen. In der Allgemeinen Projektförderung wird in diesem Jahr beispielsweise das interdisziplinäre Ausstellungsprojekt „Critical Zones“ gefördert, mit dem das ZKM Karlsruhe eine Stadt und eine ganze Region zu aktivieren versucht: Kunst, Kultur, Wissenschaft verbinden sich mit zahlreichen seit Jahren aktiven zivilgesellschaftlichen Umweltorganisationen. Sie alle beabsichtigen im Kleinen wie im Großen eine der zentralen Herausforderungen der Zeit anzugehen: Unsere technische Zivilisation mit den planetaren Ressourcen in Einklang zu bringen – oder wie es Bruno Latour, einer der Initiatoren des Projekts, beschreibt: „Das TERRESTRISCHE zum neuen Polit-Akteur“ zu machen.

Mit ihrem Schwerpunkt Nachhaltigkeit & Zukunft hat die Kulturstiftung zudem eine Reihe eigener Initiativprojekte ins Leben gerufen („Über Lebenskunst“, 2010–2012) und fördert weiterhin Projekte, die sich mit diesen Themen auseinandersetzen. Im Rahmen ihrer EMAS-Initiativen bringt die Kulturstiftung seit 2012 auch lokal verankerte Rechercheprojekte auf den Weg, um das eigene Team einzubinden und das Thema Biodiversität vor Ort zu behandeln. Im Jahr 2015 und mit neuem Fokus seit dem Sommer 2020 sind mit der Leih-Imkerei „Kleinfolgenreich e.V.“ mehrjährige Projekte entstanden, in denen es um die Aufstellung von Bienenvölkern im öffentlichen Raum und den Schutz von Wildbienen geht („Immeninsel“).

Für das Frühjahr 2021 plant die Stiftung drei öffentliche Workshops zum Thema Kreislaufwirtschaft im Kulturbetrieb.

Darüber hinaus versucht die Kulturstiftung, ihre Partner sowie andere interessierte Institutionen zu einer Berücksichtigung ökologischer Fragen anzuregen und hat hierfür einen Kompass für Nachhaltiges Produzieren im Kulturbereich erarbeitet.

Umweltleitlinien

Der Vorstand und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kulturstiftung des Bundes haben nach gemeinsamer Beratung in Folge einer allgemeinen Mitarbeiterbefragung folgende Umweltleitlinien verabschiedet.

- Die Kulturstiftung des Bundes geht verantwortungsvoll mit den natürlichen Lebensgrundlagen um. Sie bemüht sich, die von ihr verursachten Belastungen für die Umwelt kontinuierlich zu reduzieren.
- Die Kulturstiftung des Bundes sucht den aktiven Austausch mit der Öffentlichkeit und interessierten Kreisen über ihre Umwelt-Aktivitäten.
- Sie motiviert ihre Kooperationspartner und Auftragnehmer, ihre Aktivitäten nach den Prinzipien der Nachhaltigkeit auszurichten.
- Die Umweltleitlinien der Kulturstiftung des Bundes leben von der Unterstützung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Führungskräfte tragen besondere Verantwortung dafür, dass die Umweltleitlinien umgesetzt werden.
- Die Kulturstiftung des Bundes verpflichtet sich zur Einhaltung aller einschlägigen Umweltvorschriften.

Informationen zu den Umweltleitlinien und zum Umweltmanagement der Kulturstiftung finden Sie in der Umwelterklärung der Kulturstiftung des Bundes.
 

Nachhaltige Bauweise

Der im Oktober 2012 durch einen Besuch von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel eröffnete Neubau der Kulturstiftung steht für eine ökologische Bauweise und setzt in besonderer Weise auf energieeffiziente Technologien. Hierzu zählen Lüftungstruhen mit Wärmerückgewinnung, eine Dreischeibenverglasung, eine Photovoltaikanlage sowie eine effiziente Dämmung des Neubaus.

EMAS

Die Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau verlieh der Kulturstiftung des Bundes am 30. Mai 2012 das EMAS-Zertifikat für ökologisches Wirtschaften.

Kulturstiftung des Bundes

Franckeplatz 2
06110 Halle (Saale)

 

Constanze Kaplick

Tel: 49 (0)345 2997 137
 

Sarah Holstein

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Fax: 49 (0)345 2997 333

 

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