Die Gruppenausstellung „12 Rooms“ war ein gemeinsames Projekt des Museum Folkwang und der ebenfalls in Essen angesiedelten Ruhrtriennale und präsentierte bedeutende Positionen der zeitgenössischen Live-Art. Die Kuratoren Hans Ulrich Obrist und Klaus Biesenbach luden dazu Künstler/innen aus fünf Kontinenten ein, sich mit dem Verhältnis von Raum, Zeit und Körper zu beschäftigen. In den insgesamt zwölf White Cubes der Ausstellung traf der Besucher auf verschiedene Live-Situationen, die von ihm betrachtet oder aktiviert werden konnten. Die Arbeiten wurden von Tänzern, Spielern oder Amateuren realisiert, die zuvor von den Künstler/innen instruiert wurden. Nicht immer waren die Rollen dabei klar zu trennen, da Künstler, Performer und Besucher gemeinsam das Kunstwerk gestalten.
Die präsentierten Live-Situationen, u.a. von Marina Abramovic, Simon Fujiwara oder Tino Sehgal, trugen der jüngsten Entwicklung in der Bildenden Kunst Rechnung: Seit Beginn des 21. Jahrhunderts nimmt die Bedeutung der Live-Performance für Museen, Biennalen und Festivals stetig zu. Als flüchtiges Medium bietet sie Künstler/innen die passende Form, um sich mit dem Kunstwerk als Konsumobjekt der westlichen Marktgesellschaften auseinanderzusetzen. Darüber hinaus bietet die Live-Art einen Gegenpol zur digitalen Gesellschaft und kann daher in vielerlei Hinsicht als bedeutendes Kunstmedium des 21. Jahrhunderts bezeichnet werden.

Kuratoren: Hans Ulrich Obrist (CH), Klaus Biesenbach
Künstler/innen: Marina Abramovic (RS), Jennifer Allora (US) and Guillermo Calzadilla (CUB), John Baldessari (US), Maurrizio Cattelan (I), Simon Fujiwara (J), Damien Hirst (GB), Joan Jonas (US), Laura Lima (BR), Roman Ondák (SK), Lucy Raven (US), Tino Sehgal (GB), Santiago Sierra (ES), Xu Zhen (CN)

Kon­takt

Museum Folkwang

Museumsplatz 1

45128 Essen

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