8. Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst

Die achte Berlin Biennale

Die achte Biennale, bb8, fand vom 29. Mai bis 3. August 2014 unter der Leitung des Kolumbianers Juan Gaitán statt. Während der gesamten Laufzeit besuchten 75.000 Menschen die Ausstellung.

Der Kurator der 8. Berlin Biennale Juan A. Gaitán hat einen Schwerpunkt auf das wechselhafte Verhältnis von erlebter Geschichte und wissenschaftlicher Geschichtsschreibung gesetzt. 58 internationale Künstler/innen waren zur Teilnahme an der 8. Berlin Biennale eingeladen, um in ihren Arbeiten Geschichte und deren Fragmente zu markieren und zu untersuchen. Die Ausstellung nahm somit auch Bezug auf die Historisierung, die in Berlin und in anderen Städten zu beobachten ist.

Die Arbeiten der 8. Berlin Biennale wurden ausschließlich in bereits bestehenden Kulturinstitutionen gezeigt. So sollte die vorhandene kulturelle Infrastruktur in Berlin gestärkt und sowohl bei den Bürger/innen als auch den Besucher/innen der Stadt wieder stärker ins Blickfeld gerückt werden. Einige Künstler/innen nahmen dies zum Anlass, sich in ihren Arbeiten konkret mit den Institutionen und dem Umgang mit Sammlungen und Präsentationsformen auseinanderzusetzen. An allen Veranstaltungsorten fanden während der Laufzeit Veranstaltungen statt. Das Programm dort umfasste Vorträge, Gespräche, Konzerte, Filmvorführungen, Performances und Dinner-Lectures.

Künstlerische Leitung / Kurator: Juan A. Gaitán
Künstlerisches Team / Kuratoren: Tarek Atoui, Natasha Ginwala, Mariana Munguía, Olaf Nicolai und Danh Vo
Künstler/innen: Zarouhie Abdalian, Bani Abidi, Mathieu Kleyebe Abonnenc, Saâdane Afif, David Chalmers Alesworth, Carlos Amorales, Andreas Angelidakis, Leonor Antunes, Julieta Aranda, Tarek Atoui in Zusammenarbeit mit Uriel Barthélémi, Jim Black, Tony Elieh, Charbel Haber, Mazen Kerbaj, Magda Mayas, Morten J. Olsen, Sharif Sehnaoui, André Vida und anderen, Nairy Baghramian, Bianca Baldi, Patrick Alan Banfield, Alberto Baraya, Rosa Barba, Gordon Bennett, Zachary Cahill, Mariana Castillo Deball, Carolina Caycedo, Center for Historical Reenactments (CHR), Tacita Dean, Mario García Torres, Beatriz González, Agatha Gothe-Snape, Shilpa Gupta, Cynthia Gutiérrez, Ganesh Haloi, Carsten Höller, Iman Issa, Irene Kopelman, Matts Leiderstam, Li Xiaofei, Glenn Ligon, Goshka Macuga, Santu Mofokeng, Shahryar Nashat, Olaf Nicolai, Otobong Nkanga, Christodoulos Panayiotou. Judy Radul, Jimmy Robert, Anri Sala, Slavs and Tatars, Michael Stevenson, Mariam Suhail, Vivan Sundaram, Gaganendranath Tagore, Wolfgang Tillmans, Tonel, Danh Vo & Xiu Xiu, Kemang Wa Lehulere, Carla Zaccagnini und David Zink Yi.

Die Berlin Biennale

Die Berlin Biennale gilt als das wichtigste Schaufenster für zeitgenössische Kunst und als einzige Biennale ihrer Art in Deutschland. Alle zwei Jahre setzen sich namhafte Kuratoren dafür ein, neuen, noch wenig etablierten Positionen der jüngeren Kunst ein Podium zu bieten. Die deutsche Hauptstadt gilt dabei als ideale Bühne, um den künstlerischen Austausch zwischen Ost und West zu ermöglichen. Charakteristisch für die Berlin Biennale sind die Suche nach immer neuen, häufig vermeintlich „kunstfernen“ Räumen wie auch die Aufträge für die Produktion neuer Arbeiten, die den Künstler/innen eine Chance zu internationalen Durchbrüchen zu bieten vermögen.

Die Berlin Biennale wird organisiert durch die KW Institute for Contemporary Art.

Konferenz und erste Generalversammlung der International Biennial Association (IBA)

Anlässlich der ersten Generalversammlung der International Biennial Association (IBA) in Berlin versammelten sich vom 10. bis 13. Juli 2014 Expert/innen für internationale Biennalen im Haus der Kulturen der Welt. Die Idee, ein stärkeres professionelles Bündnis zwischen Biennalen zu schaffen, wurde bereits im Jahr 2000 im Rahmen der internationalen Konferenz Biennials in Dialogue (Kassel) diskutiert. Seitdem haben mehrere klein- und großformatige Veranstaltungen die Notwendigkeit der Bildung eines Netzwerks betont und vorangetrieben. Auf dem World Biennial Forum No. 1 Shifting Gravity (Gwangju, Südkorea, 2012) wurde dieses Bestreben dann durch die Gründung der International Biennial Association (IBA) deutlich formuliert. Die IBA möchte mit der Gründung eines Vereins die professionelle Verbindung zwischen Biennalen stärken, um sowohl aktiv an der Entwicklung von Biennalen innerhalb der globalen Kunstwelt mitzuwirken als auch zu diskutieren, wie diese angesichts aktuell gegebener Herausforderungen auf soziopolitische Problematiken reagieren können.

Die öffentliche Konferenz am 11. Juli 2014 brachte Künstler/innen, Kritiker/innen, Kunsthistoriker/innen, Kurator/innen und Biennale-Macher zusammen, die im Hinblick auf periodische Kunstausstellungen für die Formulierung wichtiger Fragestellungen und Entwicklungen verantwortlich sind.

Weitere Informationen und Programm: www.biennialassociation.org (externer Link, öffnet neues Fenster)
Zum Live-Stream: hkw.de/de/programm/projekte/veranstaltung/p_105523.php (externer Link, öffnet neues Fenster)

Ausstellungsorte und Öffnungszeiten:

Haus am Waldsee

Argentinische Allee 30, 14163 Berlin

Di–Fr 10–18 Uhr, Sa–So 11–18 Uhr

 

Museen Dahlem – Staatliche Museen zu Berlin

Lansstraße 8, 14195 Berlin

Di–Fr 10–18 Uhr, Sa–So 11–18 Uhr

 

KW Institute for Contemporary Art

Auguststraße 69, 10117 Berlin

Di–So 12–22 Uhr

 

Crash Pad c/o KW Institute for Contemporary Art

Auguststraße 69, 10117 Berlin, Vorderhaus 1. OG

Di–So 12–22 Uhr

 

Alle Orte sind montags geschlossen.

Das Grußwort der Kulturstiftung

Kontakt

KW Institute for Contemporary Art

Auguststraße 69

D-10117 Berlin

www.kw-berlin.de (externer Link, öffnet neues Fenster)

www.berlinbiennale.de (externer Link, öffnet neues Fenster)

 

Pressekontakt:

Henriette Sölter

T +49 (0)30 - 243459 - 42

presse​(at)​berlinbiennale.de