Die Ausstellung befragte die Politiken und Poetiken der Stimme in der zeitgenössischen bildenden Kunst, in Tanz und Performance sowie in theoretischen Debatten. Sie widmete sich den Wechselwirkungen zwischen Bildender Kunst und Performance und suchte nach Möglichkeiten der Neubestimmung von Bühne und Ausstellungsraum. Im Zentrum des Projektes standen explizit Bereiche, in denen der Stimme traditionell keine wesentliche Bedeutung zukam, ist doch die Bildende Kunst eher dem ‚stummen Objekt‘, der Tanz dem stummen Körper und die Theorie der stummen Schrift verpflichtet.
In zwei Workshops in Stuttgart und Hong Kong wurden die beiden Ausstellungen in Stuttgart und Seoul vorbereitet. Zu den Teilnehmern der Workshops gehörten die Kuratoren sowie Kulturwissenschaftler, bildende Künstler, Tänzer und Choreografen.
Die Ausstellung im Württembergischen Kunstverein erprobte insofern ein innovatives Format, als sich das Ausstellungsszenario im Rhythmus von zwei Wochen bzw. in mehreren Akten immer wieder geändert hat. Außerdem richtete der Kunstverein einen Open Space ein, ein Modell, das er bereits 2011 erfolgreich erprobt hat: Interessierten Mitgliedern, Studenten, Besuchern und Partnern gab der Open Space Raum für eigene Beiträge, Präsentationen und Aufführungen zum Thema und ermöglichte so eine breite Debatte.

Künstlerische Leitung: Iris Dressler, Hans D. Christ, Christine Peters
Künstler/innen: Nancy Adajania (IN), Daniel García Andújar (ES), Nathalie Boseul Shin (KR), Cosmin Costinas (RO/HK), Boris Charmatz (FR), Ranjit Hoskoté (IN), Sung Hwan Kim (KR/US), Manuel Pelmus (RO), David Riff (RU), Ingrid Wildi Merino (CL/CH)

Workshops:
Stuttgart, Württembergischer Kunstverein, 17.2.-22.2.2012
Hongkong, Para / Site Art Space, 7.7.-12.7.2012

Kon­takt

Württembergischer Kunstverein Stuttgart

Schlossplatz 2

70173 Stuttgart

www.wkv-stuttgart.de