Das Kunstpalais Erlangen ergriff die Initiative für eine internationale Gruppenausstellung, die es zusammen mit dem niederländischen Gemeentemuseum Helmond und dem belgischen Cultuurcentrum Mechelen realisierte und an allen drei Standorten zeigt. Das Thema der Ausstellung ist aktuell und brisant: Welche Affekte prägen unsere politische Öffentlichkeit, in der die rationale Analyse als hoher Wert gilt? Wie steuern sie unsere Mediengesellschaft bzw. wie werden diese von ihr geschürt? Wütende und entrüstete Bürger/innen setzen sich in Ländern des Arabischen Frühlings, in Istanbul, Brasilien oder Spanien gegen gesellschaftliche und politische Missstände zur Wehr. Aber auch in Deutschland (Stuttgart 21, Occupy-Bewegung) lässt sich beobachten, wie sehr Affekte, zumal wenn sie durch Medien und Internet verstärkt werden, zum Motor für gesellschaftliche Veränderungsprozesse werden. Die Ausstellung, für die das Kunstpalais elf Künstler/innen von Weltniveau gewinnen konnte, interpretierte Affekte als starke, spontane Gefühle mit realen Folgen im politischen Gefüge und fragte, wann und wie sich solche Affekte in der zeitgenössischen Kunst widerspiegeln. Außerdem untersuchte sie, inwiefern sich solche Affekte auf den Betrachter übertragen. Ein Begleitprogramm mit Vorträgen, Podiumsdiskussionen und Lesungen rundete die Ausstellung ab.  

Künstlerische Leitung: Claudia Emmert, Marianne Splint (NL), Koen Leemans (BE)
Kurator/innen: Claudia Emmert, Frank Hoenjet (NL), Anne van de Voorde (BE)
Künstler/innen: Halil Altindere (TR), Keren Cytter (IL), Cyprien Gaillard (FR), Meiro Koizumi (JP), Aernout Mik (NL), Suzanne Opton (US), Santiago Sierra (ES), Mathilde ter Heijne (NL), Ryan Trecartin (US), Bill Viola (US), Tomoya Watanabe (JP).

Weitere Termine:
Gemeentemuseum, Helmond: 15.10.2014 – 11.1.2015
Cultuurcentrum, Mechelen: 12.2. – 25.5.2015

Kon­takt

Kunstpalais Erlangen

Marktplatz 1

91054 Erlangen

www.kunstpalais.de