Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung lebt heute in Städten. Während jedoch in Europa die Städte schrumpfen, sehen sich die Länder der südlichen Hemisphäre mit einer rasanten Urbanisierung konfrontiert. Schon heute liegt der Großteil aller Megacities in Afrika, Asien und Lateinamerika. Über die kulturelle Entwicklung in Afrika herrscht hierzulande immer noch große Unkenntnis, zumal dieser Kontinent von der medialen Öffentlichkeit stark vernachlässigt wird. Entsprechend wenig wissen wir über die speziellen Topographien und Kulturen in den afrikanischen Städten, die sich jenseits von historischen, euroamerikanischen Vorbildern der Stadtentwicklung herausgebildet haben. Die Ausstellung Afropolis. Stadt, Medien, Kunst untersuchte am Beispiel von fünf afrikanischen Städten signifikante Strukturen und Entwicklungsmuster: Anhand von Text-, Bild- und Tonmaterial wurde die jeweilige Stadtgeschichte aufbereitet. Neue Arbeiten von aus Europa und Afrika stammenden Künstler/innen unterschiedlicher Genres setzten sich mit aktuellen Herausforderungen an Urbanität auseinander - in Fotografien und Grafiken ebenso wie in Skulpturen, Videoarbeiten und interaktiven Netzkunstprojekten. Die Kombination aus wissenschaftlicher Analyse und künstlerischer Recherche sowie die Zusammenarbeit mit Kurator/innen und Künstler/innen gaben einen umfassenden Einblick in die hochdynamischen und informellen Prozesse in afrikanischen Städten.

Projektleitung: Kerstin Pinther
Kuratoren: Kerstin Pinther, Christian Hanussek, Larissa Förster

Kon­takt

Rautenstrauch-Joest-Museum / Kulturen der Welt

Leonhard-Tietz-Str. 10

50676 Köln

www.museenkoeln.de/rautenstrauch-joest-museum