Anna Oppermann († 1993) war eine Ausnahmekünstlerin in der internationalen Kunstwelt, deren Arbeiten Prozess-, Konzept- und Bildkunst zu "Ensembles" so verbinden, dass sie nicht nur "ausgestellt", sondern gleichsam auch immer wieder "aufgeführt" werden müssen. Aufgrund der aufwändigen Präsentationsanforderungen wurden ihre Ensembles nur selten, dann aber in immer wieder neuen Variationen der Öffentlichkeit gezeigt. Der Württembergische Kunstverein stellte sich den Herausforderungen einer "Wiederaufführung" von sieben großen Ensembles im Sinne einer interpretierenden Neuinstallation durch die Kuratorin und Oppermann-Expertin Ute Vorkoeper. Anhand dieser weltweit ersten posthumen Re-Vision von Oppermanns Werk, die in Stuttgart parallel zur documenta 12 unternommen wurde, sollten auch exemplarische Antworten auf Fragen nach der Repräsentierbarkeit performativer Formen in der Bildenden Kunst versucht werden.

Künstlerische Leitung: Ute Vorkoeper (Kuratorin) sowie Iris Dressler und Hans D. Christ (Direktoren des Württembergischen Kunstvereins).

Re­de der Künst­le­ri­schen Di­rek­to­rin Hor­ten­sia Völ­ckers

zur Eröffnung der Ausstellung "Anna Oppermann. Revisionen der Ensemble-Kunst" im Württembergischen Kunstverein in Stuttgart am 16. Mai 2007

 

Kon­takt

Württembergischer Kunstverein Stuttgart
Yvonne Mielatz

Schlossplatz 2

70173 Stuttgart

mielatz@wkv-stuttgart.de