Ein Kooperationsprojekt der Franckeschen Stiftungen mit der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle anlässlich deren 100 jährigen Jubiläums

Die Wunderkammer verkörpert ein enzyklopädisches Modell der Welterfassung und -erklärung. Als historischer Ausgangspunkt für die Herausbildung von Spezialmuseen dient sie in jüngerer Zeit wieder als ein Modell für aktuelle Ausstellungskonzepte. Die Schau in Halle versuchte die Prinzipien der Kunst- und Naturalienkammer fortzuschreiben und sie weiterzudenken im Sinne einer transdisziplinären Vernetzung. Dafür versammelte sie Exponate von 35 internationalen Künstler/innen und Künstlergruppen, die mit Objekten aus der historischen Wunderkammer so kombiniert wurden, dass Prozesse kultureller Hybridisierung und Kolonialisierung nachvollziehbar waren. Künstler/innen und Gestalter/innen, die noch am Beginn ihrer Laufbahn stehen, wurden gemeinsam mit arrivierten und in der Ausstellungslandschaft einflussreichen Positionen präsentiert. Von Halle aus sollten im Sinne der universalen Ausrichtung der Wunderkammer durch Gesprächsrunden, Tagungen, Kabinettausstellungen und eine Biennalebeteiligung Impulse in den internationalen Raum ausstrahlen. Weitere Stationen sind in Sinop, Istanbul, Paris und Rom geplant.

Künstlerische Leitung: Nike Bätzner
Künstler/innen: Charlotta Bellander (SE), Alighiero Boetti (IT), Mario Brondo (MX), Pia Fischer, Murat Haschu (RU), David Lynch (US), Anna Maria Maiolino (BR), Ginan Seidl, Esther Suarez Ruiz (COL), Silvia Weidenbach u.a.

Das Gruß­wort

der Kulturstiftung des Bundes zur Ausstellung in den Franckeschen Stiftungen können Sie hier nachlesen:

Grußwort als PDF

Kon­takt

Franckesche Stiftungen zu Halle

Franckeplatz 1

06110 Halle an der Saale

www.francke-halle.de