In dieser Ausstellung der Galerie Stadt Sindelfingen geht es um mehr als die Frage, was Schmerz ist, körperlicher oder seelischer, und wie er in der Kunst zur Darstellung kommt. Vielmehr geht es hier darum, wie Schmerz überwunden werden kann und welche Kräfte er weckt bzw. welche positiven Effekte er im Zuge seiner Überwindung zeitigt. Ausgehend von der Beobachtung, dass Schmerz eine zeitbasierte Erfahrung ist, zeigt die Ausstellung dreizehn Positionen von internationalen Künstlerinnen und Künstlern, die für diese Ausstellung hauptsächlich zeitbasierte Werke wie Video und Performance beisteuern, wie zum Beispiel Maya Watanabe ihre Videoinstallation Liminal aus dem Jahr 2019 oder eine neue Arbeit der britischen Künstlerin Marianna Simnett – bekannt für Videos, in denen sie sich selbst extremen körperlichen Eingriffen aussetzt –, die sie eigens für diese Ausstellung entwickelt. Mit Selbstoptimierung und Human Enhancement werden schließlich Themen behandelt, bei denen es um die Veränderungen des Körpers zum Zweck der Schmerzüberwindung geht. Die Ausstellung präsentiert überdies erstmals in Deutschland gezeigte Fotografien des berühmten niederländischen, 1975 verschollenen Video- und Konzeptkünstlers Bas Jan Ader. Zur Ausstellung gehört ein interdisziplinäres Rahmenprogramm, an dem auch Schmerztherapeuten teilnehmen oder Besucher unter Anleitung eines Trainers eigene Erfahrungen mit der Steigerung von körperlichen Höchstleistungen durch Schmerzüberwindung machen können.

Künstlerische Leitung: Madeleine Frey
Künstlerinnen: Anna Gohmert, Barbis Ruder, Bas Jan Ader, Damien Hirst, Harun Farocki, Forensic Architecture, Patrycja German, Marianna Simnett, Victoria Modesta, Maya Watanabe u.a.

  • Termine

    10.10.2020 –
    30.05.2021

    Ausstellung

    Galerie Stadt Sindelfingen | Sindelfingen

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