Brian O’Doherty studierte Medizin in Irland, bevor er umstrittener Künstler und Kritiker der amerikanischen Kunstszene der 1960er Jahre wurde. Entgegen dem „Event-Charakter“ des Kunstbetriebes und dem wirtschaftlichen Druck auf Museen, öffentlichkeitswirksam und kostendeckend zu arbeiten, versteht er Kunst als ein wichtiges Argument in der gesellschaftlichen Debatte. Mit seinen Schriften zum Kunstbetrieb hat er dies ebenso thematisiert wie mit seinem eigenen Werk, das einen Bogen von Skulptur, Installation über Inszenierung und Konzeptkunst spannt. Auch seine Sammlung „Post-War American Art“, die Werke von Sol LeWitt, Robert Rauschenberg, Mark Rothko, Edward Hopper beinhaltet und die er zusammen mit seiner Frau, der Kunsthistorikerin Barbara Novak anlegte, zeugt vom kontroversen Potenzial der Kunst.
Das Kunstmuseum Bayreuth nutzte die künstlerische Sprengkraft der Sammlung Novak/O’Doherty und setzte darauf, mit einer Auswahl an Werken Inhalte und Präsentationsformen der eigenen Sammlung zu hinterfragen und zu konterkarieren. Die Auswahl nahm Brian O’Doherty selbst vor. In den Bayreuther Räumen hat er mit einer aktuellen eigenen Installation auf Werke und Umfeld reagiert. Das Symposium „Art as an Argument / Kunst als Argument“ gab Eugen Gomringer und Sam Hopkins die Gelegenheit, die künstlerische Herangehensweise des Ausnahmekünstlers in seiner Anwesenheit zu untersuchen.

Künstlerische Leitung: Marina von Assel
Künstler/innen: Brian O’Doherty (USA), Eugen Gomringer (CH), Sam Hopkins (KE)

Kon­takt

Kunstmuseum Bayreuth

Maximilianstraße 33

95444 Bayreuth

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