Die Ausstellung präsentierte erstmals in München eine große Bandbreite an Positionen zeitgenössischer Künstler/innen aus dem Nahen und Mittleren Osten. In der Berichterstattung der westlichen Medien über die Region dominieren einerseits Bilder von Konflikten, häufig ausgetragen im öffentlichen Raum, und andererseits Bilder von Luxus und Superlativen in den aufstrebenden Städten der Golf-Staaten. Die Schau setzte diesen Bildern künstlerische Positionen entgegen, die sich auf vielfältige Weise mit dem Wandel im Nahen und Mittleren Osten auseinandersetzen. Ein Schwerpunkt der Schau war das Thema Sammeln und Archivieren. Die in der Ausstellung vertretenen Künstler sind international tätig: Parastou Forouhar und Abbas Akhavan beispielsweise haben beide ihre Heimat Iran verlassen und leben in Deutschland bzw. Kanada. Während Forouhar sich in ihrer Bildsprache explizit mit der Politik des iranischen Systems auseinandersetzt, beschäftigt sich Akhavan in seinen ortsspezifischen Installationen mit intimen Räumen wie dem Zuhause, dem Hinterhof oder dem Garten.
Der Titel der Ausstellung bezieht sich auf die sprachwissenschaftliche Theorie des „Common Ground“, die Vorstellung, dass zwischen Kommunikationspartnern ein gemeinsamer Wissensraum besteht, der einen Dialog zu einem erfolgreichen Ergebnis führt. Ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Vorträgen und Führungen ergänzte die Schau. In Kooperation mit anderen Münchner Kultureinrichtungen wurden ein Performance- und Tanzprogramm, Lesungen und eine Filmreihe entwickelt.

Künstlerische Leitung: Verena Hein
Künstler/innen: Abbas Akhavan (CA), DAAR (PS), Parastou Forouhar (IR), Babak Golkar (IR), Dor Guez (IS), Joana Hadjithomas und Khalil Joreige (LB), Hazem Harb (PS), Susan Hefuna (EG), Bouchra Khalili (FR/MA), Sophia Al Maria (US/AE), Ahmed Mater (SA), Nasser al Salem (SA)

Kon­takt

Museum Villa Stuck

Prinzregentenstr. 60

81675 München

www.villastuck.de