Als 2013 die kalifornische Künstlerin Channa Horwitz im Alter von 81 Jahren starb, hatte ihre künstlerische Karriere gerade erst begonnen: Hatte sie bis vor wenigen Jahren völlig zurückgezogen gearbeitet, löste ein Jahr vor ihrem Tod die Präsentation ihrer Werke im Rahmen der Ausstellung MADE IN L.A. eine Welle der Begeisterung bei Presse und Publikum aus – die internationale Aufmerksamkeit für ihr Werk auf der vergangenen Venedig Biennale erlebte sie aber schon nicht mehr. Horwitz‘ Arbeiten sind geprägt von der Suche nach einem einfachen und zugleich universellen System, um Bewegungen in der Zeit aufzuzeichnen. Mittels eines – auf der Zahl 8 basierenden – Notationssystems beschrieb sie in immer neuen Variationen komplexe Systeme nach Art einer Partitur, die Bewegungen mittels grafischer Skalen und Farbschemata in ihrem Verhältnis zu Zeit und Raum visualisiert. Die KW Institute for Contemporary Art widmeten der Künstlerin erstmalig eine umfassende Einzelausstellung mit vielen bislang nicht gezeigten Werken, die Horwitz‘ Position in aktuelle Diskurse einband. Einige zentrale Arbeiten wurden – nach von der Künstlerin für zukünftige Vorhaben ausgearbeiteten Plänen – rekonstruiert, teils sogar erstmalig realisiert.

Künstlerische Leitung: Ellen Blumenstein

Kon­takt

KW Institute for Contemporary Art -
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