Welche Impulse standen hinter der intensiven wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit antiken Kulturen im 19. Jahrhundert? Wer waren die Pioniere, die archäologische Stätten ausgruben, und welche Interessen leiteten ihre Auftrag- und Geldgeber? Diese Fragen sollten gemeinsam mit internationalen Partnern in einem umfassenden historischen Kontext untersucht werden. Die Ausstellung zeigte, wie sehr die europäischen Expeditionen in den Nahen Osten, nach Zentralasien oder Afrika politisch motiviert waren und archäologische Ausgrabungen für die Kolonialpolitik instrumentalisiert wurden. Sie präsentierte bedeutende archäologische Funde und zeichnete die Lebensgeschichten von Personen wie Lawrence of Arabia, Gertrude Beil oder Carl Humann nach. So ergab sich für den Besucher eine zusätzliche Perspektive auf die Kolonialgeschichte verschiedener Länder.
Die vergleichende und globale Fragestellung der Ausstellung bildet ein Novum in der archäologischen Forschung. Auch die Fundgeschichte archäologischer Sammlungen ist angesichts von Rückgabeforderungen in vielen europäischen Ländern ein höchst aktuelles Thema.

Projektleitung: Charlotte Trümpler
Wissenschaftliche Mitarbeit: Tom Stern
 

Kon­takt

Ruhr Museum Essen

Nünnigstraße 9

45141 Essen

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