In menschlicher Wahrnehmung steht das Landschaftsphänomen Fluss seit jeher in vielfältigen Zusammenhängen: als Wasserstraße, Grenzlinie, Wirtschaftsraum etc. Das Beispiel der Elbe bei Magdeburg zeigt, dass viele früher bedeutsame Berührungspunkte zwischen Mensch und Fluss heute nur noch in geringem Maß bestehen. Freigestellt von alten wirtschaftlichen und politischen Bindungen könnte die Elbe heute neue, kulturelle Funktionen übernehmen. Das Kunstmuseum Magdeburg belebte die europäische Symbolik des in Tschechien entspringenden Flusses in einem langfristig angelegten Ausstellungsprojekt neu. Einen Ausgangspunkt bildete dabei das unmittelbar an der Elbe liegende Museumsgebäude, ein ehemaliges Kloster, von dem aus die Christianisierung der Gebiete auf der gegenüberliegenden Uferseite betrieben wurde. In der aktuellen Kunst gab es bisher kaum Arbeiten, die sich speziell mit der Flusslandschaft als kulturellem Raum beschäftigen. Deshalb haben im Rahmen des Projekts europäische Künstler/innen an neuen Werken zu diesem Thema gearbeitet.

Kurator/innen: Annegret Laabs, Uwe Gellner, Dr. Johannes Stahl (Köln)
Künstler/innen: Gloria Friedmann (F), Ian Hamilton Finlay (GB), Hermann & Heym, Koji Kamoji (PL), Christian Möbus, Maurizio Nannucci (I), Ulf Puder, Susan Turcot (CA), Dagmar Varady, Auke de Vries (NL), Markus Wirthmann, Ulrich Wüst

Kon­takt

Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen Magdeburg
Annegret Laabs

Regierungsstraße 4-6

39104 Magdeburg