Dantes „Göttliche Komödie“ ist ein Klassiker der Weltliteratur. In der Darstellung der menschlichen Gesellschaft von der Antike bis zum Mittelalter verknüpft sie christliche Glaubensvorstellungen mit antik-heidnischen Motiven, die sich letztlich einem genuin europäischen Wertehorizont verdanken: Auf seiner Jenseitswanderung lässt sich Dante vom antiken Dichter Vergil und seiner Muse Beatrice durch die drei Jenseitsbereiche Hölle, Fegefeuer und Paradies leiten, in denen sich irdische soziale und politische Verhältnisse widerspiegeln. Genau dieser Einteilung folgte das kuratorische Konzept der Ausstellung, die die eurozentristische Perspektive auf dieses Werk überwinden wollte: 60 afrikanische Künstler aus 22 afrikanischen Ländern aus unterschiedlichen künstlerischen Bereichen (Malerei, Fotografie, Skulptur, Video, Performance, Installation) zeigten ihre eigene kulturelle, ethnische oder religiöse Interpretation von Hölle, Fegefeuer oder Paradies. So entstand ein differenziertes und neu akzentuiertes Bild der menschlichen Gesellschaft, das den europäischen Deutungshorizont aufbricht. Kurator der Ausstellung im Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main (MMK) war der in der Schweiz geborene Simon Njami, dessen Eltern aus Kamerun stammen. Er machte sich international unter anderem als Kurator des ersten afrikanischen Pavillons auf der Biennale in Venedig (2007) sowie als erster Kurator der African Art Fair in Johannesburg 2008 einen Namen.

Künstlerische Leitung: Simon Njami (FR)
Künstler/innen: Jane Alexander (SA), Fernando Alvim (AO), Ghada Amer (ET), Kader Attia (FR), Kendel Geers (SA) Frances Goodman (SA), Julie Merethu (ETH), Wangeshi Mutu (KE), Lamia Naji (MA), Yinka Shonibare (UK), u.a.

Das Gruß­wort der Kul­tur­stif­tung

zur Ausstellung können Sie hier nachlesen:

Grußwort (PDF)

Kon­takt

MMK Museum für Moderne Kunst

Domstraße 10

60311 Frankfurt am Main

www.mmk-frankfurt.de