Hintergrund der Ausstellung im Museum Krefeld war die Frage, inwieweit wir mittlerweile in der Epoche des Anthropozän und damit in einer vom Menschen vollständig beeinflussten Umwelt leben. Vielen der künstlerischen Positionen lagen implizit ökologische Fragen nach den Lebensgrundlagen des Menschen und unserem Verhältnis zur Umwelt zugrunde. Im Zentrum der Ausstellung stand die Auseinandersetzung mit Erdgeschichte, Materie und Naturprozessen in der zeitgenössischen Kunst. Die beteiligten Künstler setzten sich auf mehreren Ebenen mit Erde, Materie und Form auseinander: Julian Charrière beispielsweise suchte in verschiedenen Ländern Abbaugebiete seltener Erden auf und erarbeitete anhand von Gesteinsproben eine spekulative Geologie unserer Gegenwart. Nina Canell erforschte in ihren Arbeiten alchemistische Praktiken und setzte ihre Materialien den Kräften der Physik aus. Und die Künstlerin Ilana Halperin schuf Objekte mittels geologischer Prozesse und hinterfragte unser Verhältnis zur Zeit und zu einer sich stetig wandelnden Umwelt.
Begleitend zur Ausstellung entwickelte das Kunstmuseum Krefeld ein umfangreiches Diskursprogramm, das Seminare, Vorträge und Kooperationen mit Schulen umfasste und neben Kunst- und Kulturgeschichte vor allem Erkenntnisse aus Geologie und Klimaforschung einbezog. 

Künstlerische Leitung: Magdalena Holzhey
Künstler/innen: Nina Canell (SE), Julian Charrière (CH), Olafur Eliasson (DK), Ilana Halperin (GB), Roger Hiorns (GB), Katie Paterson (GB), Giuseppe Penone (IT), Jens Risch, Hans Schabus (AT), George Steinmann (CH) u.a.

Kon­takt

Kunstmuseen Krefeld
Museen Haus Lange und Haus Esters

Wilhelmshofallee 91-97

47800 Krefeld

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