Aus der Ukraine gelangen vorwiegend Nachrichten über politische und militärische Konflikte zu uns. Wenig dringt durch über Kunst und Kultur in dem aktuell von Spannungen und Krisen und historisch von Katastrophen heimgesuchten Land. Dabei kann der Vielvölkerstaat auf viele international bekannte Künstler verweisen – von Kasimir Malewitsch über Michail Bulgakov bis zu Paul Celan und Bruno Schulz –, die auf dem Territorium der heutigen Ukraine aufwuchsen. Die künstlerischen Avantgarden des 20. Jahrhunderts haben stark von Einflüssen aus der Ukraine profitiert. „Die Schule von Kyiv“, eine Ausstellung, die in der Ukraine auf der 2. Internationalen Kyiv-Biennale für zeitgenössische Kunst und an verschiedenen Orten in Deutschland realisiert wurde, verband lokale und internationale zeitgenössische künstlerische Positionen mit einem Rückblick auf die Verflechtungen der europäischen Kunstszenen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts rund um die Kiewer Avantgarde-Künstlerin Alexandra Exter (1882-1949). Zusammen mit einem umfangreichen Begleitprogramm entstand ein facettenreiches Bild politisch motivierter Kunst jenseits eines plakativen Aktionismus, in dessen Horizont die produktive Durchdringung von verschiedenen Kulturräumen exemplarisch aufschien.

Künstlerische Leitung: Hedwig Saxenhuber (A), Georg Schöllhammer (A)
Kurator/innen: Franciska Zolyom (HU), Anja Casser
Künstler/innen: Anatoliy Belov (UA), Anna Daučiková (SK), Alexandra Exter (UA), Ksenia Hnylytska (UA), Nikita Kadan (UA), Yuri Leiderman (UA), Taus Makhacheva (RU), John Miller (US), Laure Prouvost (FR), Hito Steyerl

Kon­takt

Badischer Kunstverein

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