Der Begriff "Tropen" weckt beim Betrachter aus westlichen Kulturkreisen Bilder von üppiger Natur und kultureller Exotik, die uns nicht zuletzt durch traditionelle Kunst aus den Zonen entlang des Äquators überliefert sind. Die Wahrnehmung ihrer ästhetischen Qualität geriet gegenüber der Würdigung ihres hohen spirituellen Gehaltes und ihrer starken Emotionalität ins Hintertreffen. In jüngster Zeit ist eine Hinwendung der zeitgenössischen Kunst zu den Tropen zu entdecken, die das mythisch aufgeladene Sujet der Tropen zum Spiegel unserer westlich geprägten Wahrnehmungsmuster macht. Die Ausstellung "Die Tropen" reflektierte das traditionelle Bild der Tropen und konfrontierte rund zweihundert weltweit bedeutende Exponate aus den Sammlungen des Ethnologischen Museums in Berlin mit Werken von rund vierzig internationalen zeitgenössischen Künstlern.

Kurator/innen: Alfons Hug, Viola König, Peter Junge

Künstler/innen:  Franz Ackermann, Mark Dion, Candida Höfer, Beatriz Milhazes, Julian Rosefeldt, Thomas Struth, Fiona Tan, Guy Tillim u.a.

Veranstalter: Eine Ausstellung des Goethe-Instituts und des Ethnologischen Museums - Staatliche Museen zu Berlin in Zusammenarbeit mit dem Museum für Asiatische Kunst

"Nach den Tro­pen" - Ar­ti­kel von Ott­mar Et­te

Ottmar Ette, Professor für französisch- und spanischsprachige Literatur an der Universität Potsdam, schreibt im Magazin 11 der Kulturstiftung des Bundes über den Begriff der Tropen und plädiert für eine transareale Perspektive.

Zum Artikel im Magazin 11

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