DOMiDLabs (AT)

Labore für partizipative Museumsgestaltung

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Projektbeschreibung

Im Jahr 2025 wird in Köln-Kalk das Haus der Einwanderungsgesellschaft (Arbeitstitel) eröffnet, welches die Geschichte der Einwanderung nach Deutschland seit der Nachkriegszeit diskutieren soll. Mit der von Stadt, Land und Bund getragenen Museumsgründung wird das langjährige Engagement der Kölner Zivilgesellschaft gewürdigt, insbesondere das der dort beheimateten ehemalig so genannten Gastarbeiterinnen und Gastarbeiter, einem zunächst kleinen Verein DOMiT von Migrantinnen und Migranten aus der Türkei, der sich im Laufe der Zeit mit einer Sammlung von mehr als 150.000 alltagsgeschichtlichen Objekten und Zeugnissen zum Dokumentationszentrum über die Migration in ganz Deutschland entwickelte.

Um die Vielfalt gesellschaftlicher Stimmen, Wertvorstellungen, Erfahrungen, Lebensgeschichte von Migrantinnen und Migranten, auch die der „Vertragsarbeiter“ in der DDR, im neuen Museum aufzunehmen, ist das Prinzip Partizipation ein Leitgedanke der Museumskonzeption. Bürgerinnen und Bürger sollen bereits in die konzeptionelle Entwicklung des Museums sowie in Strategien des Sammelns einbezogen und nicht erst beteiligt werden, wenn es bereits eröffnet ist.

Die Kulturstiftung des Bundes fördert bis 2024 eine experimentelle Entwicklungsphase: In so genannten Laboren, den DOMiDLabs, soll erprobt werden, wie eine solche Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger aussehen könnte: Wie lassen sich die Perspektiven der Zeitzeugen oder „Expertinnen und Experten des Alltags“ einbringen? Welche Raumgestaltung animiert zu Interaktion? Wie kann ein Museum gestalterisch flexibel auf aktuelle, auch konfliktreiche Debatten reagieren? Wie können tabuisierte Themen respektvoll ausgestellt werden?

Die Kooperation des Vereins mit der Kulturstiftung des Bundes kann auf eine lange Geschichte zurückblicken: Bereits kurz nach ihrer Gründung förderte sie die Ausstellung Projekt Migration im Jahr 2004 im Kölner Kunstverein, an der der DOMiT e.V maßgeblich mitwirkte. Das damalige Projekt widmete sich Fragen der Darstellbarkeit und künstlerischen Vermittlung der Arbeitsmigration in die Bundesrepublik.

Die Kulturstiftung des Bundes fördert das Projekt "DOMiDLabs – Labore für partizipative Museumsgestaltung" (Arbeitstitel) des Dokumentationszentrums und Museums über die Migration in Deutschland (DOMiD e.V.) in den Jahren 2021 bis 2024 mit 800.000 Euro.

Faktenbox zum Projekt

Projekt
DOMiDLabs
Förderzeitraum
2021–2024
Projektträger
DOMiD e.V.
Fördersumme
800.000 Euro

Social Media

#DOMiDLabs

Kontakt

Uta Schnell

ProgrammentwicklungKulturstiftung des BundesFranckeplatz 206110 Halle an der Saale
Tel: 49 (0)345 2997 118Fax: 49 (0)345 2997 333E-Mail an Uta Schnell