Die Gruppenausstellung „Door: Between Either and Or“ hatte das Ziel, eine zeitgemäße Alternative zu etablierten Formen der Institutionskritik zu entwickeln. Ihr Ansatz richtete sich gegen die feministischen und queeren Vorgehensweisen der 1970er Jahre, die ihre Kritik von außen auf Kunstinstitutionen und Kunstmarkt richteten als auch gegen die Strategie der 1990er Jahre, als Künstlerinnen selbst Teil der Institutionen werden und Veränderungen „von innen heraus“ einleiten wollten.
Die zur Ausstellung eingeladenen zeitgenössischen Künstlerinnen wie Judith Hopf und Marlie Mul verweigern sich eindeutigen Positionen, stellen aber weiterhin die Frage nach den Bedingungen für künstlerische Produktion und den Mechanismen der Bewertung durch den Kunstmarkt. Internet und soziale Medien erlauben ihnen einen stetigen Wechsel von Identitäten, Interessen und Verbündeten: Es entsteht eine Unabhängigkeit, die neue Ansätze der Institutionskritik ermöglicht.
Um den Austausch zwischen den vornehmlich individuell arbeitenden Künstlerinnen zu initiieren und sie erstmalig als Gruppe zu bestimmen, wurde zur Ausstellungseröffnung ein Seminar durchgeführt. Seminar, Ausstellung und offene Veranstaltungen in Kunsträumen in London, Zürich, Basel und Beirut brachten neue Erkenntnisse zur Institutionskritik, die in die Publikation eingehen.

Künstlerische Leitung: Bart van der Heide, Judith Hopf, Marlie Mul (NL)
Akademisch-wissenschaftliche Beratung: Kerstin Stakemeier
Beteiligte Künstler/innen: Judith Hopf, Marlie Mul (NL) u.a.

Internationale Co-Herausgeber der Publikation: Showroom (GB), Elaine MGK (CH) u.a.
Erscheinungsdatum der Publikation: 13.9.13

Kon­takt

Kunstverein München e.V.

Galeriestraße 4

80539 München

www.kunstverein-muenchen.de