Die Gedenkstätte Sachsenhausen sammelt seit ihrer Gründung Kunst von ehemaligen Häftlingen und besitzt Werke von Künstlern vieler europäischer Länder. Gemeinsam mit dem Zentrum für verfolgte Künste in Solingen will die Gedenkstätte diesen Bestand nun aufarbeiten und öffentlich präsentieren. Die während der Lagerhaft entstandenen Kunstwerke werden durch Arbeiten vor und nach der Inhaftierung der jeweiligen Künstler ergänzt, die als Leihgaben eingeworben werden. Die Werke werden nicht nur als historische Quellen und Dokumentation des Lageralltags ausgestellt, sondern in erster Linie als Kunstwerke. Künstler wie Leo Haas, Hans und Lea Grundig sowie Rudolf Karl von Ripper werden anhand monografischer Werkschauen präsentiert. Für die wissenschaftliche Einordnung und Vermittlung der Schau entstehen Bildschirmpräsentationen und eine Smartphone-App. Diese können in die Gestaltung eines begehbaren Depots in der Gedenkstätte Sachsenhausen übernommen werden und die langfristige Sichtbarkeit des Themas gewährleisten.

Künstlerische Leitung: Jürgen Kaumkötter
Kurator/innen: Agnes Ohm, Peter Wellach, Ruudi Beier
Künstler/innen: Jan Budding (NL), Thorvald Davidsen (NO), Peter Edel (Peter Hirschweh), Leo Haas (CZ), Hans und Lea Grundig, Vladimir Matejka (CZ), Hubert Mauguoy (BE), Rudolf Karl (Charles) von Ripper (RO), Viktor Siminski, Karel Zahrádka (CZ) u.a.

Termine:

Gedenkstätte Sachsenhausen: September 2018; anschließend in der Internationalen Jugendbegegnungsstätte, Oświęcim/Auschwitz, in der Gedenkstätte Theresienstadt und im Zentrum für verfolgte Künste Solingen

  • Termine

    09.09.2018

    Ausstellungseröffnung

    Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen, Neues Museum | Sachsenhausen

Kon­takt

Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten

Heinrich-Grüber-Platz 1 - 3
16515 Oranienburg

www.stiftung-bg.de