Einar Schleef, der 1944 in Sangerhausen geboren wurde und 2001 in Berlin starb, hat als Regisseur und Dramatiker die deutsche Theaterwelt geprägt und polarisiert wie kein anderer. Damit erlangte er Weltgeltung. Als Maler wurde sein Werk bisher immer nur in Ausschnitten und meist nur in Bezug auf seine Theaterkunst wahrgenommen.
Seit 2004 verwahrt die Stiftung Moritzburg den Bildernachlass von Einar Schleef als Dauerleihgabe. Mit der Ausstellung machte sie das großartige und noch unerweckte Potential dieses Nachlasses der Öffentlichkeit zugänglich und lebendig - und verankerte das bildkünstlerische Werk Schleefs in Sachsen-Anhalt, dort, wo der Künstler biographisch seine Prägungen erfahren hat.
Die ausgestellten Gemälde und Zeichnungen erstreckten sich über alle Schaffensphasen, neben den großen Bilderzyklen der 1980er und 1990er Jahre, den Deutschlandbildern, den Tagbuchbildern und den Telefonzellen waren auch Stillleben, Illustrationen, Landschaften, Interieurs, Schriftbilder und Portraits zu sehen. Das leer stehende Karstadtgebäude an der Mansfelderstraße in Halle bot ideale Bedingungen für dieses Projekt. Die Ausstellung fand parallel zu den Händelfestspielen und zum Festival "Theater der Welt" in Halle statt. So präsentierte sie die Vielschichtigkeit seines Werks einem möglichst großen Publikum, das Schleef zwar als Theatermann, nicht jedoch als bildenden Künstler kannte.

Kurator: Michael Freitag

Kon­takt

Stiftung Moritzburg, Kunstmuseum des Landes

Friedemann-Bach-Platz 5

06114 Halle/Saale

http://www.moritzburg.de/moritzburg/idx.asp